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28.12.2013

09:32 Uhr

Angespannte Lage

US-Militärangehörige in Libyen frei gelassen

Probleme an einem Kontrollpunkt: Nach mehreren Stunden Gefangenschaft kommen vier US-Militärangehörige in Libyen wieder frei. Doch die Umstände der Festnahmen geben Rätsel auf.

Libanesische Soldaten patrouillieren durch Tripolis. Warum die US-Militärangehörigen festgenommen wurden, ist noch unklar. dpa

Libanesische Soldaten patrouillieren durch Tripolis. Warum die US-Militärangehörigen festgenommen wurden, ist noch unklar.

WashingtonVier in Libyen festgehaltene Amerikaner sind nach einigen Stunden wieder freigelassen worden. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf US-Beamte in der Nacht zum Samstag weiter berichtete, habe es an einem Kontrollpunkt Probleme gegeben. Die vier US-Militärangehörigen seien festgenommen und dann ins Innenministerium gebracht worden.

Der Vorfall habe sich in der Nähe einer Hauptverbindungsstraße von der tunesischen Grenze zur Hauptstadt Tripolis ereignet. Sie sollen mögliche Evakuierungsrouten ausgekundschaftet haben, hieß es in der „New York Times“.

Warum und von wem die vier festgenommen wurden, war zunächst unklar. Die Sicherheitslage in Libyen ist angespannt und der Übergangsregierung ist es nicht gelungen, die Milizen nach dem Ende des Gaddafi-Regimes zu entwaffnen.

Ein hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums hatte dem Nachrichtensender CNN am Freitag (Ortszeit) gesagt, die vier wären in Libyen, „um die Sicherheit der US-Botschaft in Tripolis zu erhöhen“. Die USA hatten sich umgehend um die Freilassung der Militärangehörigen bemüht.

Das Verhältnis zwischen Libyen und den USA ist auch nach dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi nicht spannungsfrei. In der Nacht des 11. Septembers 2012 wurde das US-Konsulat im ostlibyschen Bengasi von Islamisten gestürmt. Dabei starben der amerikanische Botschafter in Libyen, Chris Stevens, und drei weitere Amerikaner.

Libyen reagierte äußerst verärgert auf die Verschleppung des mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Abu Anas al-Libi. Ein US-Kommando hatte Al-Libi, der an der Planung mehrerer großer Terroranschläge beteiligt gewesen sein soll, im Oktober 2013 vor seinem Haus in der Hauptstadt Tripolis überwältigt. Er ist inzwischen in den USA in Haft. Die libysche Übergangsregierung sprach von einer Entführung und verlangte von Washington eine Erklärung.

Von

dpa

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