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07.10.2015

20:42 Uhr

Angriff auf „Ärzte ohne Grenzen“

Obama entschuldigt sich für Luftschlag in Kundus

Bei einem Angriff auf ein Hospital der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Kundus wurden 22 Menschen getötet. Die tödliche Attacke ging von einem US-Jet aus. Nun hat der Präsident des Landes sich dafür entschuldigt.

„Ärzte ohne Grenzen“

„Wir gehen von einem Kriegsverbrechen aus“

„Ärzte ohne Grenzen“: „Wir gehen von einem Kriegsverbrechen aus“

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WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat nach Angaben des Weißen Hauses bei der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen um Entschuldigung für den US-Beschuss eines Krankenhauses im afghanischen Kundus gebeten. Obama habe dazu mit der Präsidentin der Organisation, Joanne Liu, telefoniert, erklärte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Es werde eine transparente, vollständige und objektive Darlegung der Fakten und Umstände des Vorfalls geben. Falls nötig werde der Präsident zudem Änderungen anordnen, die es unwahrscheinlicher machten, dass sich solche Tragödien wiederholen, sagte Sprecher Josh Earnest.

Bei dem Beschuss des Krankenhauses in der Nacht zum Samstag waren 22 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Ärzte ohne Grenzen spricht von einem Kriegsverbrechen und fordert eine internationale unabhängige Untersuchung. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Angriff scharf verurteilt und sich für eine unabhängige Prüfung ausgesprochen.

Der US-Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan, John Campbell, hatte am Dienstag erklärt, es habe einen Fehler in der Kommandokette gegeben. Vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats sagte er, das afghanische Militär habe im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban in Kundus um Unterstützung gebeten. Die US-Armee habe darauf mit Luftangriffen reagiert. Das Krankenhaus sei dabei versehentlich getroffen worden.

Von

rtr

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