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09.03.2016

00:49 Uhr

Angriff auf Dschihadisten

IS-Führer möglicherweise getötet

Die US-geführte Koalition im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz bei einem Luftangriff in Syrien einen ranghohen Kommandeur ins Visier genommen. Unklar ist, ob Omar al-Schischani („Omar der Tschetschene“) getötet wurde.

Die USA haben bei Angriffen in Schaddade im Nordosten Syriens möglicherweise einen ranghohen IS-Kämpfer getötet. Eine Bestätigung gibt es nicht. dpa

Kämpfe in Syrien

Die USA haben bei Angriffen in Schaddade im Nordosten Syriens möglicherweise einen ranghohen IS-Kämpfer getötet. Eine Bestätigung gibt es nicht.

WashingtonDie USA haben bei einem Luftangriff in Syrien möglicherweise einen hochrangigen Führer des Islamischen Staates (IS) getötet. Das Pentagon bestätigte am Dienstag, dass ein Angriff nahe des Ortes Al-Shaddadi dem Tschetschenen Tarkan Batiraschwili gegolten habe.

Batiraschwili - Kampfname Abu Omar al-Schischani oder „Omar der Tschetschene“ - gehört zum Führungszirkel des IS. Der Mann mit dem roten Bart hatte sich zu einem bekannten Gesicht der Terrormiliz entwickelt.

Die vielen Namen der Extremistenmiliz IS

Isil

Die Abkürzung steht für „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ und ist vor allem im Englischen noch häufig zu hören. Sie kommt der Übersetzung des arabischen Namens recht nahe. Dort ist vom Islamischen Staat im Irak und „al-Scham“ die Rede, also Großsyrien unter den Omajaden und später den Abbasiden.

Isis

Die Kurzform von „Islamischer Staat im Irak und Syrien“.

Isig

Diese Abkürzung benutzt die Bundesanwaltschaft in ihren Pressemitteilungen. Sie steht für den „Islamischen Staat im Irak und Großsyrien“.

IS

So nennt sich die Organisation selbst seit der Ausrufung ihres Kalifats 2014. Die Abkürzung steht für „Islamischer Staat“. Kritiker lehnen diese Bezeichnung ab, weil sie den Anspruch der Miliz untermauere, einen echten Staat – und noch dazu einen islamischen – geschaffen zu haben. Manche sprechen deshalb vom „sogenannten Islamischen Staat“.

Daesch oder Daisch

Als Alternative ist in den vergangenen Monaten vermehrt die Bezeichnung Daesch oder Daisch in Mode gekommen. Dies ist die arabische Abkürzung für die Bezeichnung „Islamischer Staat im Irak und al-Scham“ (Al Daula al-Islamija fi al-Irak wa al-Scham). In den Ohren von Muttersprachlern klingt sie despektierlich, der IS selbst lehnt sie ab. Das ist ein Grund mehr für Gegner der Extremisten, sie zu verwenden.

Eine Bestätigung, dass er tatsächlich tot ist, gab es zunächst nicht. Die Operation werde noch ausgewertet, erklärte Pentagon-Sprecher Peter Cook. Batiraschwili habe sich zum Zeitpunkt des Angriffes in Al-Shaddadi befunden, um Kämpfer zu unterstützen.

„Seine mögliche Beseitigung hätte negative Auswirkungen auf die Rekrutierung ausländischer Kämpfer - besonders aus Tschetschenien und der Kaukasus-Region“, erklärte Cook. „Und es würde den IS auch bei der Koordination von Attacken sowie der Verteidigung seiner Hochburgen wie Al-Rakka oder Mossul schwäche.“

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