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24.08.2014

09:33 Uhr

Angriffe aus Syrien und Libanon

Israel an drei Fronten unter Raketenbeschuss

Israel und die radikal-islamische Hamas bekämpfen sich mit unverminderter Härte, unter anderem ist am Sonntag erneut ein Hochhaus in Gaza eines der Ziele. Israel gerät aber zugleich an zwei weiteren Fronten unter Feuer.

Gaza

Israelischer Luftangriff zerstört mehrstöckiges Wohnhaus

Gaza: Israelischer Luftangriff zerstört mehrstöckiges Wohnhaus

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Tel Aviv/GazaFast sieben Wochen nach Beginn des Gaza-Kriegs ist Israel an drei Fronten unter Raketenbeschuss geraten. Aus Syrien und dem Libanon wurden in der Nacht zum Sonntag insgesamt sieben Raketen abgefeuert. Auch die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen dauerten an.

Fünf aus Syrien abgefeuerte Raketen schlugen in der Nacht an verschiedenen Orten auf den Golanhöhen ein. Nur Stunden zuvor hatten Extremisten aus dem Libanon zwei Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Ein Haus in Galiläa sei getroffen worden, teilte der israelische Rundfunk mit. Acht Menschen hätten einen Schock erlitten.

Israel legte den Angaben zufolge Beschwerde bei der internationalen Beobachtertruppe Unifil im Südlibanon ein. Die neuen Angriffe nährten die Sorge vor einer Ausweitung des Gazakonflikts.

Zahlen und Fakten zum Gaza-Streifen

Größe und Bevölkerungsdichte

1,8 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern

Junge Bevölkerung

43,2 Prozent der Bewohner in Gaza sind jünger als 15 Jahre (in Deutschland 14 Prozent, Quelle: statistisches Bundesamt). Nur 2,6 Prozent sind älter als 65 (in Deutschland 21 Prozent).

Arbeitslosigkeit

Laut IWF liegt die Arbeitslosigkeit im Gaza-Streifen bei 40 Prozent. Zum Vergleich: In Israel sind es 6,2 Prozent.

Legaler Übergang?

Es gibt nur einen legalen Übergang für Waren: den Grenzposten Kerem Shalom im Süden des Gaza-Streifens nach Israel.

 

Nahrungsmittelhilfe

Laut BBC erhalten 80 Prozent der Bevölkerung irgendeine Form von Nahrungsmittelhilfe, zum Beispiel durch die Uno.

Leitungswasser

Nur 5,5 Prozent des Leitungswassers genügen den Trinkwasserstandards der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Elektrizität

Es gibt nur ein Kraftwerk im Gaza-Streifen, es produziert Strom für circa ein Drittel der Bevölkerung. Mangels Kraftstoff fällt es jedoch regelmäßig aus. Bereits vor Kriegsbeginn hatten die Bewohner Gazas so nur circa acht Stunden Strom pro Tag. Seit den Angriffen auf das Kraftwerk am 29. Juli sind es, wenn überhaupt, noch zwei Stunden Strom pro Tag.

Abwasser

Durch die mangelnde Stromversorgung kann das Abwasser nicht ausreichend behandelt werden. Laut BBC werden daher pro Tag etwa 90 Millionen unbehandeltes Wasser ins Mittelmeer gepumpt.

Die israelische Luftwaffe bombardierte weiterhin Ziele in dem Palästinensergebiet. Wie Vertreter der palästinensischen Rettungskräfte mitteilten, bombardierte die israelische Luftwaffe am frühen Sonntagmorgen den Westen von Gaza. Dabei seien sieben Menschen verletzt worden, zwei von ihnen seien später ihren Verletzungen erlegen. Der israelische Rundfunk berichtete von zwei Toten und vier Verletzten. Israel lehnte zunächst eine Stellungnahme zu dem Luftangriff ab.
Ein fünfstöckiges Haus in Gaza sei nach massivem Beschuss zusammengebrochen, berichtete der israelische Sender. In Rafah im Süden des Gazastreifens sei ein siebenstöckiges Gebäude beschossen worden, in dem das Innenministerium der Hamas Büros habe. Am Samstag hatte die Armee zwei Bomben auf ein 13-stöckiges Hochhaus in Gaza abgeworfen und es damit vollständig zerstört.

Israel hatte der Bevölkerung im Gazastreifen am Samstag neue Angriffe angekündigt. Die Armee warf Flugblätter ab, auf denen sie die Menschen aufrief, sich von Orten fernzuhalten, an denen militante Palästinenser Raketen abschießen. Jedes Haus, das Ausgangspunkt militärischer Aktionen sei, werde attackiert.

Kommentare (3)

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Herr otto r. kristek

25.08.2014, 10:08 Uhr

Die israeliten sind umzingelt von staaten und flüchtlingslagern in dehnen die gesetzlosigkeit (nach "westlicher" vorstellung) vorherscht
wer sich da einbildet, man kann sich begrenzte konflikte, nach dem motto -teile und herrsche- leisten, sieht nun, dass es nicht geht
da hilft auch keine A-bombe und miltärische stärke
gegen freischärler terroristen partisanen ist kein kraut gewachsen ond schon gar kein krieg zu gewinnen,
solange in den staaten die gesetzlosigkeit, protektionismus, grössenwahnsinige lokalfürsten, armut und ausweglosigkeit das geschehen beherrschen
diese eint aber der kampf gegen den unterdrücker "agressor" israel
Israeliten fangt an eure realitäten zu sondieren und darauf zu reagieren
entweder durch nachhaltige ausrottung der muslime oder
durch respektvolle koexistenz
die ausrottung würde wohl den orthodoxen j gefallen
die koexistenz ist ein steiniger weg

kurze frage:
müssen nun orthodoxe j nun auch in der armee dienen?
wenn ja dann wird es bald noch schwieriger mit frieden!

Herr Wolfgang Trantow

26.08.2014, 14:31 Uhr

Ein Erfolg der deutschen Politik! Was macht unsere Marine, außer den Waffenhandel zu unterstützen bzw. zu fördert? Ich denke sie ist da, um dies zu verhindern? Warum gibt es in Gaza immer noch Raketen? Befördert die Bundesmarine diese etwa bezahlt aus xeutschen Steuergelder??

Herr Klaus Peter Kraa

27.08.2014, 10:25 Uhr

Diese kleinen und großen Golfstaaten – meines Erachtens stark an der Spitze Saudi Arabien – treiben mit ihren Ölmilliarden ein übles Spiel, um ihre Diktaturen nach mittelalterlichem Vorbild weiter erhalten zu können und nicht selbst Opfer des religiös begründeten arabischen Terrorismus zu werden – Die Herkunft des Al Caida-Führers Bin Laden aus der leider sehr zahlreichen Saudi-Dynastie ist deutliches Symbol dafür. Aber in dieser Hinsicht ist nicht nur darüber hinaus auf die USA mit ihrem eigenartigen Verständnis von Demokratieexporten zu deuten, sondern auch auf diese EU-Kommission, die jetzt mit ihrem Übervater Draghi die europäische Wirtschaft ruiniert und trotz immenser Schuldenanhäufung mit europäischen Steuergeldern arabischen Terrorismus finanziert: So z.B. erhält die palästinensische Terrortruppe Hamas jährlich 300 Mio. Unterstützung aus dem europäischen Steueraufkommen: Eine Terrorgruppe, die über Amin al Husseini und Arafat eindeutig nazistische Wurzeln hat (siehe Wikipedia zum Stichwort al Husseini), das alles auch gar nicht verheimlicht und mit ihrer asymmetrischen Kriegführung unter bevorzugter Einbeziehung aller Teile der Zivilbevölkerung, von Krankenhäusern, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen ein schmutziges Geschäft betreibt sowie in Palästina alles andere als eine Zweistaatenlösung will, sondern das, was der Ayatollah Chomeini propagierte: Am letzten Freitag des Ramadan alle religiösen Konflikte ruhen zu lassen und sich auf die Vernichtung der Juden im Vorderen Orient zu konzentrieren: Er propagiert also einen zweiten Holocaust als Fortsetzung und Vollendung der Beschlüsse auf der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942.

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