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06.01.2012

08:46 Uhr

Angst vor Crash der Euro-Zone

EZB-Banker warnt vor Euro-Rauswurf Griechenlands

Das große Zittern um die Zukunft Griechenlands schürt die Angst, dass am Ende die Euro-Zone zerbrechen könnte. Innerhalb der EZB hält man daher Überlegungen eines Euro-Ausschlusses für höchst gefährlich.

Eine Euro-Münze. dpa

Eine Euro-Münze.

AmsterdamDer Zwangsausschluss eines Staates der Euro-Zone würde dem EZB-Ratsmitglied Klaas Knot zufolge zu einem Zusammenbruch des Währungsraums führen. „Einen unfreiwilligen Austritt zu ermöglichen würde zu einem Vertrauensverlust führen“, sagte der niederländische Notenbankchef am Donnerstag. Dies würde einer Einladung an Spekulanten gleichkommen.

Knot antwortete damit im niederländischen Fernsehen auf die Frage, ob man das hochverschuldete Griechenland lieber aus der Euro-Zone ausschließen sollte. Die Währung selbst würde den Zusammenbruch überstehen, sagte Knot weiter: Die einzelnen europäischen Volkswirtschaften seien in den vergangenen Jahren so verzahnt worden, dass es nicht mehr möglich sei, den Euro abzuschaffen.

Wie griechische Politiker früher ihren Staat abzockten

Kostenloser Dienstwagen

Ein auf Steuerzahlerkosten geleaster Dienstwagen für jeden der 300 Abgeordneten.

Kein Porto

Befreiung vom Briefporto

Acht kostenlose Telefonanschlüsse

Bis zu acht kostenlose Festnetzanschlüsse für jeden Abgeordneten

Handy-Guthaben

200 Euro im Monat für Handy-Telefonate

Kostenlose Hotel-Unterkunft

Kostenlose Unterkunft in einem Athener Hotel für Abgeordnete aus der Provinz

Freifahrscheine

Freifahrscheine für Busse, Bahnen und Fährschiffe

104 Flugtickets

104 kostenlose Flugtickets im Jahr für Abgeordnete,  deren Wahlkreis weiter als 200 Kilometer von Athen entfernt ist

Sitzungspauschale

150 Euro für jede Teilnahme an einer Ausschusssitzung. Die Unterschrift in der Anwesenheitslistereicht, die tatsächliche Teilnahme wird nicht kontrolliert

Die japanische Regierung reagiert derweil zunehmend frustriert auf den langsamen Fortschritt in der Schuldenkrise und den Wertverlust des Euro. Das Finanzministerium warnte am Freitag, dass die Talfahrt der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Yen eine Gefahr für die Wirtschaft des Landes sei und deshalb genau beobachtet werden solle. Bei einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Timothy Geithner will Finanzminister Jun Azumi darüber beraten, wie die beiden Länder gemeinsam mit China Europa unterstützen können - vorausgesetzt, die Europäer selbst leisteten überzeugende Anstrengungen. Der Euro fiel zum Jahresanfang gegenüber dem Yen auf den tiefsten Stand seit elf Jahren.

Auch wenn die Äußerungen Azumis nach Einschätzung von Experten eindeutig Ausdruck einer wachsenden Frustration mit der Schuldenkrise sind, so weisen sie dennoch nicht auf eine unmittelbar bevorstehende Intervention der Notenbank hin. Bei seinen Eingriffen am Devisenmarkt hat sich Japan in der Vergangenheit fast ausschließlich auf den Wechselkurs zwischen Yen und Dollar konzentriert.

Ein Scheitern des Euro und ein Untergang der Europäischen Union hätte nach Einschätzung von Star-Investor George Soros schreckliche Folgen. Es wäre nicht nur für „Europa katastrophal sondern auch für das weltweite Finanzsystem“, zitierte die Zeitung „Business Line“ am Freitag Soros bei einem Besuch der südindischen Stadt Hyderabad. Die Krise in der Euro-Zone sei „ernsthafter und gefährlicher als der Zusammenbruch von 2008“, zitierte die „Economic Times“ den US-Milliardär und Hedge-Fonds-Manager. Der 81-Jährige wird von Forbes mit einem Vermögen von 22 Milliarden Dollar als siebtreichster Mann der Welt aufgeführt.

Ausgelöst wurde die neue Angstdebatte von Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos, der eindringlich vor einer „unkontrollierbaren Staatspleite“ gewarnt hatte. Die Arbeitnehmer müssten weitere Lohnkürzungen hinnehmen, um die Sparziele zu erfüllen. Andernfalls „laufen wir Gefahr bald nichts mehr zu haben“, hatte Papademos bei einem Treffen mit Vertretern der Gewerkschaften gesagt. Seine Regierung will neue Regelungen einführen, um Steuern einzutreiben. „Die nächsten drei Monate sind kritisch für den Kurs der griechischen Finanzen“, sagte Papademos vor seinem Ministerrat, teilte sein Büro am Donnerstagabend mit.

Kommentare (36)

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rohfinger

06.01.2012, 08:13 Uhr

das kann nix werden.
die griechen kriegen 2012 ein BIP von 250 MRD hin und wollen 90 mrd mal eben so zum verfrühstücken.

wieviel MRDen hilfe ham sich schon in rauch aufgelöst

selbst wenn man wolkswirtschaft als wissenschaftliche disziplin begreifen will sollte man spätestens jetzt mit denken anfangen.

Griechen-GAS

06.01.2012, 08:18 Uhr

Riesiges Erdgas-Vorkommen – Im Mittelmeer schlummert eine Goldgrube

Im Mittelmeer wurde ein gewaltiges Erdgas-Vorkommen entdeckt. Es soll einen Marktwert von knapp 100 Milliarden Dollar haben. Kein Wunder also, dass Israel bereits von Exporten träumt. Mit Steuererhöhungen wird ebenfalls geliebäugelt. Doch auch der Libanon hat ein Auge auf den Meeresgrund geworfen.

Israels energiepolitische Zukunft liegt im Mittelmeer, rund 130 Kilometer nordwestlich von Haifa. Dort wollen Experten des US-Konzerns Noble Energy sowie des israelischen Unternehmens Delek Energy ein 450 Milliarden Kubikmeter großes Erdgasfeld ausgemacht haben. Der Marktwert der unter dem Meeresboden schlummernden Rohstoffe wird auf knapp 100 Milliarden Dollar geschätzt.

“Ein sehr bedeutender Fund”

Es handele sich, so der Vorstandschef von Delek Energy, Gideon Tadmor, um einen sehr bedeutenden Fund. “Es ist die größte Entdeckung von Offshore-Erdgas weltweit in den letzten Jahrzehnten”, so seine Einschätzung. Offenkundig sei das mit Blick auf den Staat Israel, der gerade erst in der Erdgas-Industrie angefangen hat, sehr bedeutsam. Es könnte, so Tadmor weiter, die Grundlage für künftige Export-Geschäfte bilden – entweder nach Europa oder Asien.

Das jetzt entdeckte Erdgasfeld – benannt nach dem biblischen Seeungeheuer “Leviathan” - befindet sich in der Nähe des bislang einzigen potentiellen Erdgas-Reservoirs Israels, des sogenannten “Tamar“-Feldes. Dort war das US-israelische Konsortium bereits 2009 fündig geworden. Ab 2013 soll das “Tamar“-Erdgas den heimischen Markt versorgen können….Auf das rohstoffreiche Seegebiet erhebt aber auch der benachbarte Libanon Anspruch..

Petra

06.01.2012, 08:20 Uhr

Was ist die Alternative zum Crash der Euro-Zone?
Schuldenstaaten wie Griechenland, Italien, Spanien, Portugal das "Gelddrucken" erlauben und deren Schulden verallgemeinern? Die eindeutige Antwort darf nur ein ganz klares NEIN sein! Alles andere wäre ein Freibrief für alle jetzigen und zukünftigen EU-Staaten zum ungenierten Schuldenmachen. Das letztendlich jemand die Rechnung bezahlen muß ist klar. Das es die Schuldenstaaten nicht sind ist auch klar. Wer bleibt da wohl übrig? Deswegen ein klares NEIN zur ungenierten Schuldenfinanzierung der Pleitestaaten!

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