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16.07.2011

15:53 Uhr

Anhaltende Dürre

Bundersregierung erhöht Hilfe für Hungernde in Afrika

Ernteausfälle, steigende Nahrungsmittelpreise und eine breite Unterversorgung: Die schlimmste Dürre seit 60 Jahren hat am Horn von Afrika die Hungersnot verschärft. Die Bundesregierung will deshalb die Hilfe aufstocken.

Somalische Flüchtlinge im Camp Dagahaley im kenianischen Dadaab in Afrika: Sie werden hier vom Welternährungsprogramm (WFP) mit Lebensmitteln versorgt. Quelle: dpa

Somalische Flüchtlinge im Camp Dagahaley im kenianischen Dadaab in Afrika: Sie werden hier vom Welternährungsprogramm (WFP) mit Lebensmitteln versorgt.

BerlinAngesichts der schweren Hungersnot am Horn von Afrika hat die Bundesregierung die Soforthilfe für die Region um fünf Millionen Euro erhöht. Die Mittel, die zur Hälfte vom Auswärtigen Amt und vom Bundesentwicklungsministerium gestellt werden, sollten vor allem für die Notversorgung von Flüchtlingen sowie Frauen und Kindern in den besonders betroffenen Gebieten verwandt werden, erklärten Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (beide FDP).

Die zusätzlichen Gelder sollen den Angaben zufolge deutschen und internationalen Hilfsorganisationen „mit besonderer Ortskenntnis“ sowie dem Welternährungsprogramm zur Verfügung gestellt werden. Die Minister appellierten zugleich an die deutsche Bevölkerung, die Hungernden auch mit privaten Spenden zu unterstützen.

In Somalia, Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Uganda hat eine anhaltende Dürre zu mehreren Ernteausfällen, steigenden Nahrungsmittelpreisen und verbreiteter Unterversorgung geführt. Verschärft werden die Probleme durch den Bürgerkrieg in Somalia. Allein im Juni flohen nach UN-Angaben rund 54.000 Menschen vor der Dürre und der Gewalt aus Somalia. Mehr als elf Millionen Menschen sind in Ostafrika auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, doch von den dafür benötigten 1,1 Milliarden Euro hat die UNO bislang erst die Hälfte erhalten.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.07.2011, 09:29 Uhr

An Dekadenz nicht zu überbieten !
Dort entscheidet ein stück Brot über Leben und Tod , bei ihnen ist es eher das Gegenteil, sie sterben wohl eher an Herzverfettung .
Diese Dekadenz der westlichen Welt ist am eindeutigsten bei dem Klimakonferenzzirkus .Da Fliegen einige Partygeile rund um den Globus und fordern andere zum Energie sparen auf , sie selber kommen mit Benzinsaufenden Geländewagen zu diesem Treffen , deren Hotelzimmer sind immer gut geheizt /Klimatisiert um nach fragwürdigen Ergebnissen wieder das Flugzeug für eine'' Erdumrundung ''zu besteigen .Schaffen wir diese Veranstaltungen ab und geben das Geld den Armen , dann ist ihnen mehr geholfen !

macmanne

17.07.2011, 09:57 Uhr

Zahlen

1,1 Mrd. € werden benötigt, 50% sind eingegenagen.
11 Mio. Menschen sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen.
--> Das wäre ein Bedarf von 1.000€/Mensch
Der Zeitfaktor ist unklar, wie lange kann ein Mensch mit diesen Geldmitteln unterstützt werden.
Nach kurzer Recherche im Internet konnte leider der tatsächliche Preis für Grundnahrungsmittel nicht ermittelt werden (nur eine Steigerungsrate von 200-250%), aber ein Betrag von 25-50€/Monat/Mensch ist dort als sehr ausreichend benannt.
Das bedeutet, dass die bereits vorhandenen Geldmittel der UNO das bestehende schlimme Problem für 11 Mio. Menschen für bereits mindestens 1 Jahr löst.
Das problem liegt also nicht an der Bereitstellung von Geldmitteln, sondern anderswo. Leider wurde darüber im Artikel nichts erwähnt. Sorry! Miserable Recherche und Aufbereitung des Themas, keine Lösungsansätze

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