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14.10.2011

16:53 Uhr

Ankauf von IWF-Anleihen

China und Brasilien wollen Eurozone helfen

Schwellenländer wie China und Brasilien wollen die Staaten der Eurozone indirekt unterstützen. Im Gespräch ist der Ankauf von Anleihen, die der Internationale Währungsfonds ausgibt.

Hauptsitz des Internationalen Währungsfonds in Washington dpa

Hauptsitz des Internationalen Währungsfonds in Washington

LondonZur Rettung des Pleitekandidaten Griechenland spielen die Schwellenländer eine massive Kapitalaufstockung des Internationalen Währungsfonds (IWF) durch. Die Überlegungen kreisten um eine Erhöhung um 350 Milliarden Euro, verlautete am Freitag aus Kreisen der aufstrebenden Schwellenländer (BRICS) am Rande des G20-Finanzministertreffens in Paris. Dies sei jedoch nicht Teil eines Plans der Europäer im Kampf gegen die Euro-Krise, hieß es weiter. 

US-Finanzminister Timothy Geithner steht den Plänen skeptisch gegenüber. Der IWF sei bereits ausreichend ausgestattet, sagte Geithner dem TV-Sender CNBC. Auch die Europäer hätten genügend Mittel im Kampf gegen die Krise. „Wenn sie denn zur Anwendung kommen, sehen wir den IWF nur zu gerne weiterhin in der Unterstützerrolle für Europa.“ 

Der IWF und die Europäer haben Griechenland mit milliardenschweren Rettungspaketen vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt. Mittlerweile sind jedoch große Zweifel an der Tragfähigkeit der immensen Schuldenlast aufgekommen. Von Reuters befragte Ökonomen gehen mehrheitlich davon aus, dass Griechenland einen markanten Schuldenschnitt benötigen wird. Zudem wird darüber diskutiert, wie die Schlagkraft des Europäischen Rettungsschirms EFSF verstärkt werden kann, so dass er im Notfall auch verschuldete Länder von der Größe Spaniens oder Italiens auffangen könnte. 

Unter dem Begriff Brics-Staaten werden Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika zusammengefasst. Wie am Rande des G20-Treffens weiter verlautete, sind diese Staaten mehrheitlich für eine Aufstockung der IWF-Mittel zur Bekämpfung der Griechenlandkrise: „Wenn ein Beitrag der Schwellenländer und insbesondere der Brics gefordert wird, können wir das über den Internationalen Währungsfonds tun“, hieß es weiter. „Indien steht der Idee offen gegenüber, auch China und Brasilien sind mit der Idee einverstanden.“ 

Neben den USA haben aber auch andere Staaten, wie etwa Deutschland oder Südkorea, wenig Neigung, dem IWF mehr Kapital zu geben. Beobachtern zufolge sind in Paris ohnehin keine Beschlüsse in dieser Frage zu erwarten.

Von

rtr

Kommentare (3)

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lowabras

14.10.2011, 12:35 Uhr

Wieso werden immer wieder alte Semmeln aufgebacken. Diese Meldung hat doch einen Bart!
Kritischer Journalismus ist out, auch hier.
Es wird Zeit für aufklärererischen Journalismus der nicht nur vorgegebene Nachrichten verbreitet, sondern INFORMIERT.
Betrugsmodell Finanzsystem, hier: http://steuerembargo.co.de/news.html<br/><br/>

Account gelöscht!

15.10.2011, 10:26 Uhr

Gut wäre es wenn die Schwellenländer bei dieser Gelegenheit ein Entgegenkommen bei der DOHA Runde fordern würden, damit die Handelsbeschränkungen reduziert werden.

Account gelöscht!

15.10.2011, 10:29 Uhr

Gut wäre es wenn die Schwellenländer bei dieser Gelegenheit ein Entgegenkommen in der DOHA Runde fordern würden, damit die Handelsbeschränkungen weiter reduziert werden.

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