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27.09.2011

18:47 Uhr

Anklage in der Ukraine

Timoschenko drohen sieben Jahre Haft

Wegen eines Gas-Deals mit Russland droht der ehemaligen ukrainische Regierungschefin Timoschenko eine Haftstrafe. Die Anklage fordert, die Politikerin wegen Amtsmissbrauch zu sieben Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Im Griff der Justiz: Der ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Timoschenko droht eine lange Haftstrafe. dpa

Im Griff der Justiz: Der ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Timoschenko droht eine lange Haftstrafe.

KiewIm Prozess wegen Amtsmissbrauchs gegen die frühere ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko hat die Anklage sieben Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hatte zuvor den Richter aufgefordert, nochmals Beweise zu sichten, die Timoschenkos Unschuld belegen würden. Der Richter wies dies zurück und forderte stattdessen die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Vor dem Gericht kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der oppositionellen Politikerin und der Polizei. 

Der Prozess wurde am Dienstag nach 15-tägiger Unterbrechung fortgesetzt. Timoschenko muss sich in dem Verfahren seit Ende Juni vor Gericht verantworten. Dabei geht es um Gasabkommen, die während ihrer Regierungszeit im Jahr 2009 mit Russland geschlossen wurden und laut Anklage für Kiew äußerst ungünstig ausfielen. Die damalige Ministerpräsidentin soll sie ohne Zustimmung des Kabinetts unterzeichnet und damit ihre Befugnisse überschritten haben. Sie weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück. Der Westen äußerte bereits deutliche Kritik an dem Verfahren.

 

Von

afp

Kommentare (2)

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Zapata

27.09.2011, 19:18 Uhr

"Der Westen äußerte bereits deutliche Kritik an dem Verfahren." - Mich würde die Haltung Russlands zu diesem Prozess interessieren!

Profit

27.09.2011, 20:45 Uhr

Das Verfahren ist haarsträubend. Selbst wenn das Gasabkommen ungünstig war, kann Frau Timoschenko - nach westlichem Verständnis - für den Vertrag doch nur dann haftbar gemacht werden, wenn ihr Bestechlichkeit nachgewiesen werden könnte. Davon ist aber in dem Verfahren überhaupt nicht die Rede. Es handelt sich hier um einen Rachefeldzug des Proleten und Präsidenten Janukowitsch, der letztlich nur eine Marionette des Milliardärs und Tataren Achmetow aus Donzek ist. Will Deutschland unter diesen Vorzeichen im Privatstadion dieses Stahlmagnaten, der meint, er wäre Gott, während der Fußball-EM wirklich spielen? Noch verrückter wird dieser Prozeß, wenn man bedenkt, daß Putin, mit dem das Gasabkommen seinerzeit geschlossen wurde, ein Freund von Janukowitsch und Achmetow ist...Europa muß Widerstand gegen diese Räuberbande leisten! P.S. Alles "tolle" Freunde des Sozis Schröder!

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