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07.02.2015

13:55 Uhr

Anleihenkäufe

EZB-Geld soll Italiens Wirtschaft wachsen lassen

Der geplante Kauf von Staatsanleihen durch die EZB lässt Italiens Finanzexperten ihre Wirtschaftsprognosen nach oben korrigieren. Für europäische Notenbanker ist das ein Signal dafür, dass das Programm Wirkung zeigt.

Die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank dürften den italienischen Premier Matteo Renzi freuen. Wirtschaftsexperten des Landes haben ihre Wachstumsprognosen bereits nach oben korrigiert. dpa

Italiens Premier Matteo Renzi

Die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank dürften den italienischen Premier Matteo Renzi freuen. Wirtschaftsexperten des Landes haben ihre Wachstumsprognosen bereits nach oben korrigiert.

MailandDas milliardenschwere Anleihe-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt Italien auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum hoffen. Die Notenbank des schwächelnden Euro-Landes schraubte am Samstag ihre Prognose nach oben: In diesem Jahr werde ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von über 0,5 Prozent und 2016 von mehr als 1,5 Prozent erwartet, sagte Zentralbankchef Ignazio Visco auf einer Finanzkonferenz in Mailand. Unlängst hatte die Notenbank ihre Vorhersage für 2015 noch auf 0,4 Prozent gesenkt und stellte bisher für 2016 ein Plus von nur 1,2 Prozent in Aussicht. Doch das im Januar angekündigte Bond-Kaufprogramm zeige bereits Wirkung, sagte EZB-Ratsmitglied Visco.

Die zentralen Punkte der EZB-Anleihekäufe

Gesamtvolumen

Zunächst etwa 1,14 Billionen Euro

Laufzeit

Ab März bis mindestens Ende September 2016 und bis sich die Inflation nachhaltig angepasst hat an eine Rate von knapp 2,0 Prozent.

Was wird gekauft

unter anderem Staatsanleihen mit Investmentgrad (diese sind von mindestens guter Kreditwürdigkeit) mit einer Laufzeit von 2 bis 30 Jahren, Anleihen von EU-Institutionen und Unternehmensanleihen

Aufteilung der Käufe

Die Aufteilung der Anleihekäufe auf die einzelnen Euroländer richtet sich nach dem Landesanteil am EZB-Kapital (Bevölkerungsanzahl und Wirtschaftsleistung). Deswegen werden vor allem deutsche Bundesanleihen gekauft, gefolgt von französischen und italienischen Papieren.

Risikohaftung

Nur 20 Prozent der Anleihekäufe unterliegen einer gemeinsamen Risikohaftung. Dazu zählen die Anleihen von EU-Institutionen, auf die 12 Prozent der Käufe entfallen sollen.

An den Finanzmärkten habe die Aussicht auf das im März beginnende Programm zu niedrigeren Zinsraten und einem schwächeren Euro geführt, erklärte der Notenbanker. Dies könne „die Inflation in der Euro-Zone bis Ende 2016 besser mit dem angestrebten Niveau von Preisstabilität in Einklang bringen.”

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an, die Eurozone ist davon aber sehr weit entfernt. Zuletzt wurde für 2015 eine Rate von 0,8 Prozent erwartet. Gefürchtet wird eine Deflation - also eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen auf breiter Front mit nachlassenden Investitionen. Um dies zu verhindern, flutet die EZB die Märkte in einem der größten Anleihe-Kaufprogramme aller Zeiten mit mehr als einer Billion Euro.

Von

rtr

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