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14.01.2005

20:35 Uhr

Annäherung gefährdet

Scharon sagt Gespräche mit Abbas ab

Der jüngste Anschlag palästinensischer Extremisten gefährdet die Annäherung in Nahost. Premier Scharon sagte Gespräche mit dem künftigen Palästinenserpräsidenten Abbas ab.

Ariel Scharon Foto: dpa

HB BERLIN. Nach dem Tod von sechs Israelis bei einem Angriff militanter Palästinenser hat der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon angeordnet, alle Kontakte zu den Palästinensern abzubrechen. Alle Regierungsmitglieder seien angewiesen worden, sich nicht mehr mit Vertretern der palästinensischen Führung zu treffen, bis diese gegen die Terroristen vorgehe, sagte ein Mitarbeiter Scharons am Freitagabend. Auch die für die nächsten Wochen vereinbarten Treffen zwischen Scharon und dem designierten palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas seien bis dahin auf Eis gelegt.

Am Donnerstagabend hatten Palästinenser einen Grenzübergang zum Gaza-Streifen angegriffen und dabei sechs Israelis getötet - zwei Tage vor der Vereidigung Abbas', der als Mann des Ausgleichs mit Israel gilt. Neben der militanten Hamas-Bewegung und des «Volkswiderstandskomitees» bekannten sich die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden zu dem Anschlag, die Abbas' Fatah-Bewegung nahe stehen.

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