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10.01.2011

09:41 Uhr

Annamaria Szalai

Ungarns Gesicht in der Medienpolitik

VonStefan Menzel

Annamaria Szalai ist Chefin der neunen ungarischen Medienbehörde NMHH. Die umstrittene Behörde steht in der internationalen Kritik. Doch vielleicht bekommt sie auf absehbare Zeit doch weniger zu tun als gedacht.

WIEN. Nach Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban ein Einlenken beim umstrittenen Mediengesetz signalisiert.

Und wenn die Bestimmungen ein Stück weit liberalisiert werden, böte es weniger Eingriffsmöglichkeiten für die neue ungarische Medienbehörde NMHH und deren Chefin Annamaria Szalai.

Seit Jahresbeginn gibt es das Gesetz – und zweimal hat die NMHH-Chefin bereits eingegriffen. Zuerst leitete die Behörde ein Verfahren gegen die ungarische RTL-Tochter ein, weil der Fernsehsender zu reißerisch über einen Mord berichtet habe. Und ein kleiner privater Radiosender kam auf die schwarze Liste, weil ein allzu freizügiger Musiktitel ausgestrahlt worden war.

Szalai nimmt ihren neuen Job ernst. Die 49-jährige konservative Politikerin gilt in Budapest als getreue Anhängerin von Premier Orban. Seit 1998 sitzt sie für die Regierungspartei Fidesz im Parlament. In dieser Zeit hat sich die Lehrerin vor allem in der Medienpolitik engagiert. Insofern war ihre Ernennung keine Überraschung. Und Premier Orban hat sich für ihre Loyalität großzügig bedankt: Szalai hat gleich einen Vertrag für neun Jahre bekommen.

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