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17.01.2015

02:07 Uhr

Anschläge in Paris

Obama und Cameron gemeinsam gegen den Terror

US-Präsident Barack Obama empfängt David Cameron im Weißen Haus. Gemeinsam wollen sie über ihre Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf sprechen – und über andere kritische Themen.

David Cameron und Barack Obama spazieren am Westflügel des Weißen Hauses entlang. Es geht um Terror, Krisen und Wirtschaft. dpa

David Cameron und Barack Obama spazieren am Westflügel des Weißen Hauses entlang. Es geht um Terror, Krisen und Wirtschaft.

WashingtonNach den tödlichen Anschlägen von Paris haben US-Präsident Barack Obama und Großbritanniens Premierminister David Cameron eine noch engere Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf angekündigt. „Es ist ein Problem, das großen Kummer, große Trauer und Zerstörung auslöst. Aber es ist eines, dass wir letztlich besiegen werden“, sagte Obama am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington.

Der US-Präsident hat die europäischen Staaten zu einer besseren Integration der muslimischen Minderheiten ermahnt. Anders als in den USA fühlten sich Muslime in Europa oft nicht als vollwertige Staatsbürger, sagte Obama nach seinem Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron.

"Unser größter Vorteil ist, dass unsere muslimische Bevölkerung sich als Amerikaner fühlt", sagte der US-Präsident. "Es gibt Teile von Europa, in denen das nicht der Fall ist, und das ist wahrscheinlich die größte Gefahr, der Europa gegenübersteht." Obama rief die europäischen Staaten auf, das Problem des Islamismus nicht "mit dem Hammer" zu lösen und auf mehr Polizei zu setzen, sondern die Muslime stärker zu integrieren.

Der gemeinsame Anti-Terror-Kampf und Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) spielte die Hauptrolle bei Camerons zweitägigen Besuch in der US-Hauptstadt. „Wir wissen, gegen was wir kämpfen und wir wissen, wie wir gewinnen“, sagte der Brite. Auch in der Iran-Politik und im Umgang mit der Ukraine-Krise unterstrichen beide Staatsmänner ihre gemeinsame Stoßrichtung. Bereits am Vorabend hatte Obama den Premier zu einem Arbeitsessen empfangen.

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Unter anderem sollen die Geheim- und Sicherheitsdienste beider Staaten bei der Bekämpfung von Online-Angriffen enger kooperieren. Noch dieses Jahr werden Experten beider Länder gemeinsam die Abwehr einer Hacker-Attacke auf das Londoner Finanzzentrum und die Wall Street üben. „Das ist eine wachsende Bedrohung, die für unsere Unternehmen ein echtes Risiko ist“, so Cameron. „Deswegen heben wir unsere Zusammenarbeit mit den USA auf eine nicht dagewesene Ebene.“

Einen großen Raum nahmen auch die Atomverhandlungen mit dem Iran ein. Obama warnte den Kongress in Washington, die Gespräche durch neue Sanktionen zu gefährden. Er würde einen entsprechenden Gesetzerlass mit einem Veto blockieren, kündigte er an. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gespräche durch einen Vorstoß des Parlaments platzten, sei hoch. In dem Fall sei auch die Möglichkeit einer militärischen Konfrontation nicht auszuschließen, um den Iran an dem Bau einer Atomwaffe zu hindern.

Obama bekräftigte zugleich, die Chance für einen Erfolg der zähen Verhandlungen über eine Beilegung des seit zwölf Jahren andauernden Konflikts stünden trotz einiger Fortschritte bei weniger als 50 Prozent. Der Westen will dabei sicherstellen, dass der Iran keine Atombomben entwickelt. Teheran, das diese Absicht stets dementiert hat, geht es um die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Bis März wollen die Parteien ein generelles Abkommen und bis Juli eine umfassende Einigung erreichen.

In der Ukraine-Krise befürworten die USA und Großbritannien ein Festhalten an den Strafmaßnahmen gegen Moskau. „Wir sind uns darüber einig, dass die starken Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten werden, bis es seine Aggressionen gegen die Ukraine unterlässt“, sagte Obama. Der Westen wirft Moskau vor, mit der Annexion der Krim das Völkerrecht gebrochen zu haben. Russland bestreitet dies. Vorgehalten wird Moskau auch, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

einlich die größte Gefahr, der Europa gegenübersteht." Obama rief die europäischen Staaten auf, das Problem des Islamismus nicht "mit dem Hammer" zu lösen und auf mehr Polizei zu setzen, sondern die Muslime stärker zu integrieren.

Einen großen Raum nahmen auch die Atomverhandlungen mit dem Iran ein. Obama warnte den Kongress in Washington, die Gespräche durch neue Sanktionen zu gefährden. Er würde einen entsprechenden Gesetzerlass mit einem Veto blockieren, kündigte er an. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gespräche durch einen Vorstoß des Parlaments platzten, sei hoch. In dem Fall sei auch die Möglichkeit einer militärischen Konfrontation nicht auszuschließen, um den Iran an dem Bau einer Atomwaffe zu hindern.

Obama bekräftigte zugleich, die Chance für einen Erfolg der zähen Verhandlungen über eine Beilegung des seit zwölf Jahren andauernden Konflikts stünden trotz einiger Fortschritte bei weniger als 50 Prozent. Der Westen will dabei sicherstellen, dass der Iran keine Atombomben entwickelt. Teheran, das diese Absicht stets dementiert hat, geht es um die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Bis März wollen die Parteien ein generelles Abkommen und bis Juli eine umfassende Einigung erreichen.

In der Ukraine-Krise befürworten die USA und Großbritannien ein Festhalten an den Strafmaßnahmen gegen Moskau. „Wir sind uns darüber einig, dass die starken Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten werden, bis es seine Aggressionen gegen die Ukraine unterlässt“, sagte Obama. Der Westen wirft Moskau vor, mit der Annexion der Krim das Völkerrecht gebrochen zu haben. Russland bestreitet dies. Vorgehalten wird Moskau auch, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

Kommentare (4)

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Herr Dr. Michael Klein

16.01.2015, 11:06 Uhr

Warum lassen wir uns wie eine Viehherde in den Abgrund treiben?

Der in Dänemark lebende emeritierte US-Professor und Friedensaktivist John Scales Avery fordert die Menschen auf, sich nicht mehr vor der erfundenen terroristischen Bedrohung zu fürchten, weil die nur von gefährlichen realen Bedrohungen ablenken soll.

" .... Der Terrorismus ist eine erfundene Bedrohung. Der militärisch-industrielle Komplex ( hat sie nach dem Kalten Krieg als Ersatz für die damit entschwundene kommunistische Bedrohung erfunden.

Die terroristische Bedrohung wurde inszeniert, damit auch weiterhin jährlich die kaum
vorstellbare Riesensumme von 1.700.000.000.000 Dollar (1,7 Billionen Dollar) in die Rüstungsindustrie fließen kann. ...... "

Die wahren Terroristen sitzen in den westlichen Regierungen, Geheimdiensten und Banken!

Herr Dr. Michael Klein

16.01.2015, 11:14 Uhr

Droht jetzt der Überwachungsterror durch die Staatsmafia?

In seiner Analyse "10 Strategien der Manipulation" zeigt der französische Autor Sylvain Timst auf satirische Weise, wie eine Gesellschaft manipuliert werden kann, ohne dass eine kritische Masse an Menschen in dieser Gesellschaft dies realisiert.

In einer Zeit in der viele Bürger von der "plötzlich" anwachsenden Brisanz politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen überrascht sind, ist es besonders wertvoll, Timsits Einsichten zu verinnerlichen.

S. Timsit zeigt auf, wie das System beeinflusst wird und welche Informationen wir für relevant halten. Da Information immer zu Wahrnehmung führt und Wahrnehmung die Grundlage jeden Handelns ist.

Erzeuge Probleme und liefere die Lösung.

Diese Methode wird die "Problem-Reaktion-Lösung" genannt.
Es wird ein Problem bzw. eine Situation geschaffen, um eine Reaktion bei den Empfängern auszulösen, die danach eine präventive Vorgehensweise erwarten.

Verbreite Gewalt oder zettle blutige Angriffe an, damit die Gesellschaft eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert.

Die wahren Hintergründe dieses Mordanschlags müssen ermittelt werden!
Es ist auffällig, dass jetzt schon wieder – wie auch am 11.September 2011 – angeblich ein Pass im Auto "gefunden" wurde, der auf die "richtige" Spur von Al-Qaida-Kämpfern führte.

Kann man das glauben?

Handelt es sich um ein Anschlag unter falscher Flagge?

Wer steckt wirklich hinter dem Anschlag?

Will man mit solchen Mordanschlägen nur die Gesellschaft spalten und die Freiheitsrechte abschaffen?

Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

Account gelöscht!

16.01.2015, 12:03 Uhr

„Wir werden diese barbarischen Killer und ihre fehlgeleitete Ideologie besiegen, die versucht, den Mord an Unschuldigen zu rechtfertigen, ob es sich um Schulkinder in Peschawar handelt oder um Mädchen, die im Norden Nigerias gezwungen werden, als Selbstmordattentäter zu sterben.“

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(beim Obama-Cameron Treffen...
gabs Schottisches oder American Whisky ? :-))) )

Man kann Terrorismus nur Bekämpfen ...

wenn man etwa in Europa schneller Waffen kaufen kann

als die Führerschein Prüfung für das Auto fahren zu bestehen.

BOKO HARAM in Nord-Nigeria wird immer grösser...

doch zuerst weiter anwachsen lassen scheint die Weltliche Einstellung dafür zu sein...

weil es jetzt scheinbar noch nicht rentabel genug ist um Waffen zu berechnen die zur Bekämpfung von Boko Haram zu beseitigen erforderlich macht ?????

EUROPA schaut überall bei allem erst einmal lange zu...

und manchmal dann zu lange ?????

In Afghanistan starben Europäische Soldaten...wozu ?

Hinterher setzt sich die Weltpolitik mit der Taliban am Verhandlungstisch ?????

TONY BLAIR versprach den Europäer...

dass er dafür sorgen wollte dass DROGENANBAU IN AFGHANISTAN

ZU BESEITIGEN ?????

Wo bleibt die Einlösung des Versprechens an die Europäer...

HAT TONY BLAIR VERSPROCHEN ???

ODER sich nur WÖRTLICH VERSPROCHEN UND DESHALB GEBROCHEN ???

Was nützt viel Bla-Bla-Bla in the Air...

und hinterher geschieht nichts mehr ?????








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