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29.01.2005

10:55 Uhr

Anschläge und Schießereien

Mehrere Anschläge auf Wahllokale im Irak

Die Gewalt im Irak dauert auch einen Tag vor der Parlamentswahl an. Vor Wahllokalen sind US-Soldaten und irakische Polizisten angegriffen worden.

HB BERLIN. Im Irak sind einen Tag vor den Parlamentswahlen mehrere Anschläge auf Wahllokale verübt worden. Die Nachrichtenagentur AP berichtet von einem Autobombenanschlag in der überwiegend von Kurden bewohnten irakischen Stadt Chanakin. Dabei seien am Samstag fünf Menschen ums Leben gekommen, neun weitere wurden verletzt.

Bei den Toten handle es sich um drei irakische Soldaten und zwei Zivilisten, darunter ein Kind. Der Sprengsatz sei zwischen dem US-Stützpunkt und dem Gerichtsgebäude explodiert, hieß es.

Auch nördlich von Bagdad gab es einen Anschlag. Ein Selbstmordattentäter habe sich in einem Auto in die Luft gesprengt, sagte ein Wahlleiter. Über Opfer wurden noch keine Angaben gemacht.

Südlich der Hauptstadt waren zudem US-Soldaten und irakische Polizisten vor Wahllokalen beschossen worden. Sie hatten zum Schutz der Abstimmung Betonbarrieren errichtet. Bislang ist noch unbekannt, ob es dabei Verletzte gab.

Wie Korrespondenten zudem berichten, schossen Unbekannte in der Innenstadt von Bagdad auf irakische Soldaten. Eine weitere heftige Schießerei begann am Vormittag in der Nähe der gut bewachten Grünen Zone. demnach wurde ein Konvoi mit irakischen Soldaten beschossen, als er im Zentrum der Hauptstadt auf eine Tigris-Brücke zufuhr.

Die Übergangsregierung erwartet trotz der anhaltenden Gewalt eine Wahlbeteiligung von 70 Prozent. Uno-Generalsekretär Annan hatte die Iraker dazu aufgerufen, wählen zu gehen. Dies sei das beste Mittel, über die Zukunft des Landes zu entscheiden.

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