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18.07.2015

16:58 Uhr

Anschläge verhindert

Saudis nehmen 431 vermeintliche IS-Terroristen fest

Sicherheitskräfte Saudi Arabiens haben 431 Terrorverdächtige festgenommen, die mitverantwortlich für die Anschläge im Mai sein sollen. Das Innenministerium geht von einer Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat aus.

Der Islamische Staat wirbt verstärkt im Internet für seinen „heiligen Krieg“. Auch das wirft das Innenministerium den Verhafteten vor. dpa

IS-Propagandavideos

Der Islamische Staat wirbt verstärkt im Internet für seinen „heiligen Krieg“. Auch das wirft das Innenministerium den Verhafteten vor.

RiadDie Behörden in Saudi-Arabien haben eigenen Angaben zufolge Anschläge der Terrormiliz Islamischer Staat in dem Königreich vereitelt und bei Razzien mehr als 400 Verdächtige festgenommen. Das Innenministerium teilte über die staatliche Nachrichtenagentur am Samstag mit, die Verhafteten seien unter anderem für das Attentat im Dorf Al-Kudi vor zwei Monaten mit 21 Toten verantwortlich. Zudem werde ihnen der Mord an acht Pilgern in dem im Osten des Landes gelegenen Ort Al-Ahsa zur Last gelegt.

Zu den vereitelten Anschlägen gehört den Angaben zufolge ein Angriff im Juni auf eine Moschee im Osten des Landes, in der bis zu 3000 Menschen Platz haben. Zudem seien zahlreiche Attacken auf weitere Moscheen und diplomatische sowie militärische Einrichtungen verhindert worden. Das Innenministerium teilte ferner mit, die Verhafteten hätten über Webseiten versucht, neue Kämpfer anzuwerben. Die 400 Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge in den vergangenen Wochen.

Der Anschlag in Al-Kudi in der ölreichen östlichen Provinz Katif war der schwerste in Saudi-Arabien seit mehr als zehn Jahren.

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Den Verdächtigen - vor allem Saudis, aber unter anderem auch Ägypter, Jemeniten, Syrer und Jordanier - wird nach Angaben des Innenministeriums vorgeworfen, sich in Terrorzellen organisiert, Attacken geplant und Sprengsätze hergestellt zu haben.

Erst am Freitag hatte sich ein Selbstmordattentäter des IS auf einem belebten Markt in der irakischen Stadt Chan Bani Saad in die Luft gesprengt und 115 Menschen getötet, die meisten von ihnen Schiiten. Es war einer der brutalsten Anschläge der jüngsten Vergangenheit.

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