Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.08.2014

20:40 Uhr

Anschlag auf Isaf-Truppe

Deutscher General außer Lebensgefahr

Der Kampfeinsatz der Nato in Afghanistan neigt sich dem Ende. Doch die Gefahr bleibt – selbst an vermeintlich sicheren Orten wie Militärakademien. Bei einem Anschlag wird ein US-General getötet, ein deutscher verletzt.

Anschlag in Militärakademie

Deutscher General in Kabul verletzt

Anschlag in Militärakademie: Deutscher General in Kabul verletzt

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

KabulBei einem Anschlag auf eine Delegation der internationalen Schutztruppe Isaf in Kabul sind nun ein US-General getötet und ein deutscher General verletzt worden.

Bei dem Amerikaner handle es sich vermutlich um den ranghöchsten US-Soldaten seit Beginn des mehr als zwölf Jahre andauernden Afghanistankriegs. Das sagte Pentagonsprecher John Kirby, nannte aber nicht den Namen des getöteten Generals, da die Familie erst benachrichtigt werden müsse. Laut „New York Times“ handelt es sich um einen Generalmajor. Insgesamt zählte die Isaf 15 Verletzte in ihren Reihen.

Ein Mann in afghanischer Uniform hatte am Dienstag während eines Routinebesuchs der Delegation in einer Kabuler Militärakademie das Feuer eröffnet. Der Vorfall ereignete sich während eines Treffens der Isaf-Offiziere mit afghanischen Führungspersönlichkeiten.

In Kabul: Zwei Regierungsbeamte bei Bombenanschlag getötet

In Kabul

Zwei Regierungsbeamte bei Bombenanschlag getötet

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens zwei Regierungsbeamte ums Leben gekommen. Sie wurden bei einem Bombenanschlag der Taliban getötet. Der Anschlag habe den hohen Regierungsbeamten gegolten.

„Wir vermuten, dass der Angreifer ein afghanischer Soldat war“, sagte Kirby. Die genauen Umstände müssten aber noch untersucht werden. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen.

Der deutsche Ein-Sterne-General ist nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr außer Lebensgefahr. Die Bundeswehr hat insgesamt nur fünf Generäle in Afghanistan. Das Auswärtige Amt verurteilte den „verabscheuungswürdigen Anschlag“ auf auf das Schärfste und wünschte den Verletzten baldige Genesung. Die Isaf-Soldaten engagierten sich für das Land „mit hohem Einsatz und unter großen persönlichen Risiken“.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai verurteilte den Angriff als einen feigen Akt der Feinde Afghanistans, die den Aufbau starker Institutionen verhindern wollten. Die Taliban äußerten sich zu dem Anschlag zunächst nicht. Das afghanische Verteidigungsministerium erklärte, dass ein „Terrorist in der Uniform der Nationalarmee“ das Feuer auf afghanische und ausländische Truppen eröffnet habe.

Solche Angriffe hat es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. Der US-Internetdienst „Long War Journal“ zählt 88 seit Anfang 2008. Die Hälfte der Attentate ereignete sich demnach 2012. Auch Bundeswehrsoldaten wurden bereits von vermeintlichen Verbündeten getötet.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr peter Spirat

05.08.2014, 16:45 Uhr

Wer Wind sät, wird Sturm ernten
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Afghanistan: »Krieg gegen das Rauschgift« völliger Schwindel, US-Militär schützt Drogenhandel
Ethan A. Huff

Afghanistan ist als Drogenanbau- und Exportgebiet weltweit die Nummer Eins; sein Marktanteil am globalen Opiumhandel beträgt 92 Prozent. Es wird aber viele schockieren zu erfahren, dass dem US-Militär offiziell die Aufgabe übertragen wurde, die afghanischen Mohnfelder, auf denen das Opium angebaut wird, zu bewachen. Damit soll eine milliardenschwere Industrie geschützt werden, an der die Wall Street, die CIA, der MI6 und andere Interessen ganz enorm verdienen.

Vor den tragischen Ereignissen vom 11. September 2001 spielte der Mohnanbau in Afghanistan

weltweit betrachtet kaum eine Rolle. Mohn ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Heroin, aber auch von Morphin für den pharmazeutischen Gebrauch. Die Taliban hatten die Mohnfelder zerstört, um die unheilbringende Pflanze im Land auszurotten.

Frau Margrit Steer

05.08.2014, 17:12 Uhr

So ist das, wenn die Gutmenschen immer glauben, wir müßten dort Soldaten ausbilden und dann wären sie auf usnerer Seite.
Man sieht an dieser ganzen Afghanistan-Aktion die totale Blödheit unserer Politiker
Meine Gedanken sind bei den Soldaten

Frau Helga Trauen

05.08.2014, 20:14 Uhr

Das Leben ist lebemsgefährlich im Krieg. Es sterben nicht nur immer die anderen! Deutschland hat am Hindukusch nichts zu suchen!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×