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11.09.2011

11:41 Uhr

Anschlag geplant

Vier Terrorverdächtige in Schweden festgenommen

Die schwedische Polizei hat vier Terrorverdächtige festgenommen. Es werde vermutet, dass die Männer einen Anschlag in Göteborg geplant hätten, erklärten die Behörden am Sonntag.

Schwedische Polizisten bei einem Kontrollgang (Archivbild). dpa

Schwedische Polizisten bei einem Kontrollgang (Archivbild).

Die schwedische Polizei hat die Festnahmen der vier terrorverdächtigten Personen bestätigt. „Wir können bekräftigen, dass wir vier Personen wegen des begründeten Verdachts auf Vorbereitung eines Anschlages festgenommen haben“, sagte eine Sprecherin der schwedischen Polizei. Die Festnahmen in der Nacht zum Sonntag haben ihren Angaben zufolge mit Hilfe der nationalen Sicherheitspolizei vorgenommen worden sein. Weitere Angaben zu den Hintergründen der Festnahmen wollte sie unter Hinweis auf eine verhängte Nachrichtensperre nicht machen.

Auch die schwedische Sicherheitspolizei Säpo hüllt sich in Schweigen. Sie machte weder Angaben zum Geschlecht, noch zu der Identität der Festgenommenen. Nach Angaben der Göteborger Polizei war den Festnahmen eine Räumung der Göteborger Kunsthalle vorausgegangen, in der ein Eröffnungsfest der 6. Göteborger Kunstbiennale stattfand. Offenbar hatte die Polizei Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf die Kunsthalle erhalten, in der sich rund 500 Menschen aufhielten. Das Gebäude wurde noch am späten Samstagabend geräumt und zunächst abgesperrt. Mittlerweile ist die Sperrung der Kunsthalle wieder aufgehoben worden.

Schweden hatte im vergangenen Jahr die Bedrohunsstufe für das Land von niedrig auf leicht erhöht angehoben. Im Dezember vergangenen Jahres sprengte sich ein Selbstmordattentäter in der Stockholmer Innenstadt in die Luft. Die Bombe detonierte allerdings zu früh, sodass außer dem Attentäter keine weiteren Personen zu Schaden kamen.

In Göteborg nahm die Polizei am 30. Oktober vergangenen Jahres schon einmal vier Personen wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Terroranschlags fest. Die Personen hatten nach ersten Polizeiangaben einen Bombenanschlag in der Innenstadt geplant. Nur einen Tag später wurden sie freigelassen: Die Polizei hatte ein Telefonat der Verdächtigten falsch interpretiert. Den Sicherheitskräften wurde daraufhin vorgeworfen, vorschnell gehandelt zu haben.

Von

hst

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.09.2011, 16:32 Uhr

Gab es schon mal in der Türkei den Vorfall:

Ein fanatischer Türke, der tote Angehörige zu beklagen hatte, sich auf die lauer gelegt und Kurden, nein, um ein Stück weiter zu gehen, kurdischen Kindern nachgestellt und getötet ?


Unser Land hat seit Jahren tausende Opfer zu beklagen, trotzdem lebt kein einziges Monster unter uns. Fanatiker ja, aber keine Monster.

Das habe ich schon einmal geschrieben, vor Breivik, Nordeuropäer sind und werden immer Monster bleiben.
Mal schauen was das für ein Schauspiel gibt, wenn in diesen Gefilden weniger in den Kochtöpfen landet.
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