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28.08.2011

23:45 Uhr

Anschlag in Bagdad

Blutbad in Moschee kurz vor Ende des Ramadans

2006 hatte ein Anschlag auf einen religiösen Schrein in Samarra eine Welle von Gewalt zwischen irakischen Sunniten und Schiiten ausgelöst. Nun fordert ein Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Bagdad Todesopfer.

Eine Moschee in Bagdad (Archivfoto). Reuters

Eine Moschee in Bagdad (Archivfoto).

BagdadBei einem Selbstmordanschlag auf eine sunnitische Moschee in Bagdad sind am Sonntag mindestens 28 Menschen getötet worden. 37 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Vertreter des Innenministeriums in der irakischen Hauptstadt. Unter den Todesopfern sei ein Parlamentsabgeordneter gewesen, auch ältere Männer und Kinder zählten zu den Opfern.

Der Attentäter drang den Angaben zufolge am Abend in die Umm-el-Kura-Moschee im westlich gelegenen Viertel El Ghasalijah ein und sprengte sich inmitten der Gläubigen in die Luft. Nach Angaben eines Vertreters des Verteidigungsministeriums gab es 29 Tote und 35 Verletzte.

Die Moschee gehört zum Hauptquartier der religiösen Stiftung, welche die sunnitischen Stätten in Bagdad unterhält. Der ihr vorstehende Imam ist bekannt für seine entschiedenen Predigten gegen extremistische Gewalt. Der Anschlag erfolgte wenige Tage vor dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan.

Am 15. August starben bei einer Serie von Anschlägen und Gewalttaten in insgesamt 18 irakischen Städten 74 Menschen. Im Juli wurden landesweit 259 Menschen getötet.

Von

afp

Kommentare (6)

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Wolf54321

29.08.2011, 00:15 Uhr

Das ist islamreligiöse Kultur, wie sie über 17.000-fach in den letzten zehn Jahren sich in ihrer ganzen Pracht darbietet. Woran das nur liegen mag?

nevermind

29.08.2011, 02:23 Uhr

Ich bin Moslem...bin ich jetzt auch so einer ?

goba

29.08.2011, 05:02 Uhr

Ja genau. Woran liegt es? Welchen Eindruck wollen Sie mit Ihrer Frage vermitteln? Dass Fanatismus Ausdruck der - wie Sie sagen - islamreligiösen Kultur ist? Soll das heißen, dass es bei uns keinen Fanatismus gibt, bei uns in der westlichen Welt, in unserer Kultur und Religion. Da hat uns Norwegen doch wohl etwas anderes gelehrt. Und Norwegen ist lediglich ein Beispiel unter vielen.

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