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07.11.2013

11:58 Uhr

Anschlag in China

Peking vermutet Racheakt

Die chinesischen Behörden halten den Anschlag auf den Kaiserpalast für einen Racheakt der muslimischen Minderheit des Landes. Dem Attentat fielen fünf Menschen zum Opfer.

Nach dem Attentat: Die chinesische Polizei sichert das Gelände rund um den Kaiserpalast ab. dpa

Nach dem Attentat: Die chinesische Polizei sichert das Gelände rund um den Kaiserpalast ab.

PekingDer tödliche Anschlag auf den Kaiserpalast in Peking könnte laut einem Medienbericht ein Racheakt eines muslimischen Uiguren gewesen sein. Der Sender Radio Free Asia berichtete am Donnerstag, der mutmaßliche Täter habe sich dafür rächen wollen, dass die Behörden die Moschee in seinem Heimatdorf in der Region Xinjiang beschädigt hatten.

Der 33-jährige Usmen Hasan habe für Bauarbeiten an der Moschee im Dorf Yengi Aymag Geld gespendet, sagte der ehemalige Dorfälteste, Hamut Turdi, dem Sender. Im Oktober 2012 kam es zu einer Polizeiaktion, Teile des Gebäudes wurden abgerissen. Der Anschlag in Peking habe sich genau ein Jahr später ereignet, so Turdi. „Ich glaube es ist sehr wahrscheinlich, dass Usmen Hasan das getan hat, um sich für die Dorfbewohner zu rächen.“

Ende Oktober hatte sich in Peking ein Geländewagen durch eine Menschenmenge gerammt und war vor dem Kaiserpalast in Flammen aufgegangen. Die drei Insassen sowie zwei Touristen starben. In dem Wagen saßen der Polizei zufolge Hasan, seine Frau und seine Mutter. 40 weitere Menschen wurden verletzt. Die Polizei verhaftete fünf mutmaßliche Komplizen. Bei ihnen soll es sich ebenfalls um Uiguren aus Xinjiang handeln. In Xinjiang prallen immer wieder Uiguren und Han-Chinesen blutig aufeinander.

Von

dpa

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