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29.01.2007

10:12 Uhr

Anschlag in Eilat

Selbstmörder tötet drei Menschen in Israel

Ein Selbstmordattentäter hat in der südisraelischen Stadt Eilat drei Menschen mit sich in den Tod gerissen. Es war der erste Anschlag in Israel seit einem Jahr.

HB JERUSALEM. Der Anschlag wurde laut Polizei in einer Bäckerei verübt. In dem Geschäft hielten sich zu diesem Zeitpunkt mindestens drei Menschen auf. Der Mann habe den Laden mit einer Tasche oder einem Sprengstoffgürtel betreten und dann die Explosion ausgelöst.

Der Islamische Dschihad bekannte sich zu der Tat und erklärte, auch die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden seien daran beteiligt gewesen. Diese extremistische Organisation steht der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas nahe. Der Attentäter sei aus dem Westjordanland nach Eilat gekommen, teilte ein Dschihad-Sprecher weiter mit.

Die radikalislamische Hamas, die sich zurzeit Kämpfe mit der Fatah im Gazastreifen liefert, verteidigte den Selbstmordanschlag „als berechtigten Widerstand gegen Israel“. Sprecher Fausi Barhum sagte, das Attentat sei eine „natürliche Antwort“ auf die israelische Politik im Westjordanland und dem Gazastreifen sowie auf den Boykott der palästinensischen Hamas-Regierung. So lange es eine Besetzung gebe, sei Widerstand gerechtfertigt. Mit Blick auf Waffenlieferungen an die Fatah und die Kämpfe im Gazastreifen sagte Barhum, die Fatah sollte ihre Waffen besser gegen die Besatzer richten statt gegen die Hamas.

Eilat liegt im Süden Israels am Roten Meer. Die Stadt ist sowohl bei Israelis als auch bei Ausländern ein beliebter Ferienort. Es war der erste Selbstmord-Bombenanschlag in Israel seit April 2005.

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