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03.01.2017

19:08 Uhr

Anschlag in Istanbul

Kein Durchbruch bei Fahndung nach Angreifer

Mit Panzern, Raketen und Kampfjets greift die Türkei in Syrien den IS an, der sich zum Anschlag in Istanbul bekannt hat. Noch immer sucht die Polizei nach dem Täter aus der Silvesternacht.

Dieses Bild einer Überwachungskamera zeigt den Angreifer, kurz bevor dieser den Nachtclub „Reina“ betritt, und dort ein Blutbad anrichtet. Nach ihm wird fieberhaft gefahndet. dpa

Sekunden vor der Tat

Dieses Bild einer Überwachungskamera zeigt den Angreifer, kurz bevor dieser den Nachtclub „Reina“ betritt, und dort ein Blutbad anrichtet. Nach ihm wird fieberhaft gefahndet.

IstanbulBei der fieberhaften Fahndung nach dem mutmaßlichen IS-Angreifer auf eine Silvesterparty in Istanbul hat die türkische Polizei auch am dritten Tag in Folge keinen Durchbruch vermeldet. Zwar nahmen die Sicherheitskräfte in Istanbul nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bis Dienstag insgesamt 16 Verdächtige fest, darunter am Atatürk-Flughafen auch zwei Ausländer. Die Festnahme des Täters selber wurde von den Behörden aber nicht mitgeteilt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Angriff in der Silversternacht mit 39 Toten am Montag für sich reklamiert.

Kurz nach Anbruch des neuen Jahres war ein Angreifer in den Club Reina eingedrungen und hatte wahllos auf Feiernde geschossen. Nach der Bluttat gelang dem Täter die Flucht. Ministerpräsident Binali Yildirim teilte am Dienstag mit, der nach dem Putschversuch vom 15. Juli verhängte Ausnahmezustand solle mindestens bis ins Frühjahr hinein verlängert werden. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan begründet den Notstand mit einem effektiveren Anti-Terror-Kampf.

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Yildirim kündigte an, im Jahr 2017 werde die Türkei sich voll auf die Bekämpfung des Terrors konzentrieren. Ziel des Angriffs auf den Club Reina sei gewesen, die Türkei entlang ethnischer Linien und Konfessionen zu spalten. Yildirim versicherte: „Die Türkei ist ein Rechtsstaat. In diesem Land stehen alle Lebensweisen, alle Glaubensrichtungen und alle Gesinnungen unter staatlichem Schutz.“

Die Nachrichtenagentur DHA meldete, der Angreifer von Istanbul sei im vergangenen November von Syrien aus mit seiner Ehefrau und seinen Kindern eingereist, um keinen Verdacht zu erwecken. Die Familie habe sich im zentralanatolischen Konya niedergelassen, der Angreifer sei am 15. Dezember per Bus nach Istanbul gekommen.

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