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24.05.2014

13:50 Uhr

Anschlag

Mindestens 30 Tote bei Angriffen auf Stadt im Jemen

Bei Angriffen von Islamisten auf Regierungsgebäude und Militärstützpunkte sind mindestens 30 Menschen in Jemen ums Leben gekommen. Al-Kaida-Anhänger wollten „die Stadt einnehmen und kontrollieren“, so die Behörden.

Militär in Jemen. Jemen ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen Al-Kaida. dpa

Militär in Jemen. Jemen ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen Al-Kaida.

AdenBei einem groß angelegten Angriff von Islamisten auf eine Stadt im Südjemen sind nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen getötet worden. Die Al-Kaida-Anhänger seien in der Nacht zum Samstag in Kleinlastern von der Wüste her in Sejun eingedrungen. Sie hätten mindestens sieben Orte angegriffen, darunter Militärstützpunkte, den Flughafen und Polizeiwachen. Ein Vertreter der örtlichen Regierung, der namentlich nicht genannt werden wollte, sprach von zehn Toten aufseiten der Sicherheitskräfte und 20 unter den Angreifern. "Sie wollten die Stadt einnehmen und kontrollieren", erklärte er.

Der örtliche Militärkommandeur Mohammed al-Somla erklärte später, die Islamisten seien aus der Stadt vertrieben worden. Nun sei die Luftwaffe gegen sie im Einsatz. Bewohnern von Sejun zufolge fiel während des Angriffs der Strom aus. Die Nacht über seien Schüsse und Explosionen zu hören gewesen.

Jemen ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen Al-Kaida. Die Islamisten haben bei Anschlägen in dem Land am Golf von Aden Hunderte Menschen getötet. Im Westen wird befürchtet, dass der Jemen zu einem Ausgangspunkt für Anschläge im Ausland werden könnte.

Von

rtr

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