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09.01.2005

11:45 Uhr

Anschlag nach versuchtem Attentat auf Schiitenführer Gilgit

14 Tote bei Unruhen in Nordpakistan

Nach einem versuchten Attentat auf einen Schiitenführer in Pakistan hat es dort Kämpfe zwischen verschiedenen muslimischen Gruppen gegeben. Mehr als ein Dutzend Menschen starben.

HB BERLIN. Sunnitische und schiitische Muslime haben sich am Wochenende im Norden Pakistans bekämpft. 14 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Unruhen begannen nach einem versuchten Attentat auf einen Schiitenführer in der Stadt Gilgit am Samstag. Agha Ziauddin wurde schwer verletzt, einer seiner Leibwächter getötet.

Seine Anhänger erschossen einen der Angreifer. Der Mann sei ein Einheimischer gewesen, hieß es. Wütende Schiiten zogen daraufhin plündernd durch die Stadt und setzten Häuser in Brand. In einem der Gebäude kamen sechs Familienmitglieder durch das Feuer ums Leben.

Auch der Gesundheitsstadtrat, ein Sunnite, wurde erschossen. Um weiteres Blutvergießen zu verhindern, verhängten die Sicherheitskräfte ein unbefristetes Ausgehverbot. Am Sonntag war es laut Augenzeugen deshalb in den Straßen der Stadt absolut ruhig. Zudem wurden alle Flüge nach Gilgit unterbrochen.

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