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09.05.2012

08:18 Uhr

Anschlagsversuch

Doppelagent der CIA verhinderte Bombenattentat

Eine Nachricht wie ein Thriller: Ein Agent des US-Geheimdienstes CIA soll den geplanten Anschlag des Terrornetzwerkes Al-Kaida auf ein Flugzeug vereitelt haben.

Das Foyer im CIA-Hauptquartier in McLean, US-Bundesstaat Virginia. Reuters

Das Foyer im CIA-Hauptquartier in McLean, US-Bundesstaat Virginia.

WashingtonDie US-Geheimdienste haben den geplanten Anschlag des Terrornetzwerkes Al-Kaida auf einen Passagierflug in die USA offenbar durch den Einsatz eines Agenten vereiteln können. Wie US-Medien am Dienstag berichteten, hatte der Al-Kaida-Ableger im Jemen einem eingeschleusten Agenten die Aufgabe übertragen, die Bombe an Bord eines Linienfluges zu zünden. Der Einsatz habe zudem die Tötung eines Al-Kaida-Führungsmitglieds ermöglicht.

Der Geheimdienstmitarbeiter habe Wochen bei Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel verbracht, berichtete die die "New York Times", die "Los Angeles Times" und der Sender ABC. Er habe sich freiwillig für den geplanten Selbstmordanschlag gemeldet. Ihm sei es dann gelungen, den Jemen mit der Bombe über die Vereinigten Arabischen Emirate zu verlassen. Den Sprengsatz habe er dem US-Geheimdienst CIA übergeben, der mit saudi-arabischen und anderen Diensten zusammengearbeitet habe.

Die Nationalität des Mannes wurde nicht bekannt; er sei nicht von der CIA rekrutiert worden, hieß es in der "New York Times". Seine Kontaktleute befanden sich laut anderen Medien in Saudi-Arabien.

Der Agent habe nach seiner Rückkehr auch Informationen über die Führer der Al-Kaida-Gruppe geliefert, schrieb die "New York Times". Die CIA habe darauf am Sonntag einen Luftangriff veranlasst, bei dem das Al-Kaida-Führungsmitglied Fahd al-Kuso getötet wurde. Al-Kuso wurde von den USA seit Jahren wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an dem Anschlag auf das Kriegschiff "USS Cole" gesucht, bei dem im Jahr 2000 im Golf von Aden 17 US-Marinesoldaten getötet worden waren.

Der Vorsitzende des Ausschusses für innere Sicherheit im Repräsentantenhaus, Peter King, hatte zuvor bereits bestätigt, dass es eine Verbindung zwischen dem vereitelten Anschlagsversuch und den Angriff vom Sonntag gibt. "Das Weiße Haus hat mir gesagt, dass sie Teil derselben Operation waren", sagte er dem Sender CNN am Dienstag.

Die CIA und das Weiße Haus wollten sich auf Anfrage nicht zu den Medienberichten äußern. Der Anschlagsversuch, der offenbar um den ersten Jahrestag der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden stattfinden sollte, war am Montag bekannt geworden. Er sollte nach dem Vorbild eines gescheiterten Attentats von 2009 auf eine Maschine nach Detroit erfolgen. Dabei hatte der Attentäter in seiner Unterhose eine Bombe an Bord eines Fluges geschmuggelt, deren Zündung aber fehlschlug.

Ein US-Beamter, der für den Anti-Terror-Kampf zuständig ist, verwies auch auf Ähnlichkeiten zu dem Sprengsatz, der 2009 bei einem Anschlag auf den stellvertretenden saudi-arabischen Innenminister Mohammed bin Najef verwendet wurde. Auch hier hatte der Attentäter die Bombe in seiner Unterwäsche versteckt. Der US-Terror-Experte Bruce Riedel sagte, dies deute auf denselben Bombenbauer hin. Vermutet werde dahinter der aus Saudi-Arabien stammende Ibrahim Hassan al-Asiri, der sich im Jemen versteckt hält.

Von

afp

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

09.05.2012, 09:17 Uhr

BUUH - die böse Al-Kaida ist wieder da ...

Gott sei Dank gibt es die gewaltige Staatsmacht, die Geheimdienste, die uns vor diesen bösen Gestalten schützen. Ja, sicher - einige Grundrechte mussten wir schon hergeben .... ach so - und wir werden natürlich alle auf unzählige Arten überwacht .... Aber das dient alles dem Schutz des Volkes. Nein, den zunehmend übermächtigen und machtgierigen Staat müssen wir nicht fürchten. Aber die gefährlichen Terroristen...

Manipulative Artikel wie dieser ebnen den Weg in die kommende Diktatur.

Gibt es eigentlich noch irgendwelche Redakteure die Zeit und Mut haben den Wahrheitsgehalt solcher Reuters-Meldungen kritisch zu prüfen?

Account gelöscht!

09.05.2012, 09:23 Uhr

ja ein thriller, ein film. die story ist sowas von an den haaren herbeigezogen, das ist nicht mehr feierlich. hat der cia jetzt schon v leute bei al keiner da?

christoph hörstel beschreibt die situation sehr gut.

http://www.youtube.com/watch?v=zT0xUsRHT3o

http://www.youtube.com/watch?v=VkiQQRKBS44&feature=related

Account gelöscht!

09.05.2012, 09:53 Uhr

@ gehtsnoch

Danke! Sehr interessant was der Ex-ARD-Redakteuer Hörstel sagt. Es gibt offensichtlich Leute mit Hirn im Lande. Nur nicht in der Politik.

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