Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2010

11:44 Uhr

Anschlagsversuch in Detroit

Spuren des Attentäters führen zur Al Kaida

US-Präsident Barack Obama hat im Fall des versuchten Sprengstoffanschlags auf ein Passagierflugzeug erste Zwischenergebnisse präsentiert. Demnach gibt es Verbindungen des Attentäters zur Terrororganisation Al Kaida. Die Ermittlungen bringen immer mehr Details ans Licht.

HB HONOLULU. US-Präsident Barack Obama geht nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass die Islamistenorganisation Al-Kaida hinter dem an Weihnachten vereitelten Anschlag auf ein Passagierflugzeug steckt. Die Ermittlungen förderten immer mehr Informationen über den Verdächtigen zutage, sagte Obama in seiner wöchentlichen Radioansprache am Samstag. Es scheine so zu sein, dass er zu dem Al-Kaida-Zweig auf der arabischen Halbinsel gehöre.

Diese Gruppe habe offenbar ihn ausgebildet, mit Sprengstoff ausgerüstet und angewiesen, mit dem Flugzeug in die USA zu fliegen. Zu der von ihm angeordneten Untersuchung der Arbeit der Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit dem Vorfall an Bord des mit fast 300 Menschen besetzten Linienfluges aus Amsterdam erwarte er in den kommenden Tagen erste Ergebnisse.

Ein 23-Jähriger Nigerianer hatte kurz vor der Landung des Flugzeugs in Detroit am 25. Dezember versucht, einen Sprengsatz zu zünden, war aber von beherzten Mitreisenden und Besatzungsmitgliedern überwältigt worden. Sein Vater hatte der US-Botschaft in Lagos Informationen über die extremistischen Neigungen des jungen Mannes übermittelt.

Der Al-Kaida-Ableger im Jemen bekannte sich im Internet zu dem Anschlagsversuch. Obama geriet nach dem Vorfall innenpolitisch massiv unter Druck. Die Republikaner werfen ihm vor, bei der nationalen Sicherheit versagt zu haben. Zudem werden Fragen über die Zusammenarbeit der einzelnen Sicherheitsorgane gestellt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×