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01.02.2014

18:54 Uhr

Anshu Jain in München

Der blaue Riese wird grün

VonMathias Brüggmann

Der Deutsche Bank Co-Chef Anshu Jain diskutiert auf der Sicherheitskonferenz in München überraschende Fragen für einen Banker. Und EU-Kommissar Oettinger appelliert an seinen CDU-Kollegen Schäuble.

Anshu Jain, Co-Chef der Deutschen Bank. Reuters

Anshu Jain, Co-Chef der Deutschen Bank.

MünchenDas Schauspiel findet statt in einem kleinen, rot bestuhlten Theater „Kleine Komödie“ im zweiten Stock des Hotels Bayerischer Hof in München. Aber es ist kein Akt in einem neuen Theaterstück, sondern vielleicht ein Akt im großen Schauspiel des Kulturwechsels bei der Deutschen Bank. Saßen die Frankfurter Manager früher eher in der Diskussionsrunde der Vertreter der Rüstungsindustrie auf der Münchner Sicherheitskonferenz, die bei ihrer Gründung vor 50 Jahren ja auch Wehrkundetagung hieß.

Jetzt gibt Anshu Jain, Co-Chef der größten deutschen Bank, ausgerechnet in einer Umweltdiskussion die Stimme des Geldes und der Vernunft. Die meisten der weichen Sitze im Rund des kleinen Theatersaales sind zwar leer geblieben, der im großen Nebensaal verbal um die Freiheit seiner Heimat boxende ukrainische Faustkampf-Weltmeister Vitali Klitschko und der frühere US-Sowjetfresser Zbigniew Brzezinski locken mit ihrer Debatte die Masse der hier versammelten Außen- und Sicherheitspolitiker an.

Sicherheitskonferenz: Das Lächel-Kommando aus Washington

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US-Außenminister John Kerry und Pentagon-Chef Chuck Hagel sind nach München gekommen, um die transatlantische Freundschaft zu beschwören – nicht mehr. Mit dem lästigen NSA-Skandal werden sie nicht behelligt.

Doch Anshu Jain und seine Mitdiskutanten haben prominente Zuhörer: Unternehmensberater-Legende Roland Berger, TUI-Aufsichtsrat Klaus Mangold, CDU-Wirtschaftspolitiker Kurt Lauk, den Geschäftsführer der Alfred Herrhausen-Gesellschaft Thomas Matussek und Schwedens Außenminister Carl Bildt sind gekommen. Und sie bekommen Überraschendes zu hören.

Ausgerechnet der US-Senator Sheldon Whitehouse ruft auf dem Panel „Energy und Climate Security“ zum Kampf gegen den Klimawandel auf. Und spricht den bemerkenswerten Satz „je schneller kleine, lokale, saubere Energieversorger entstehen, desto sicherer wird unsere Welt“. Der Atem der „Petroleum-Politik“ sei aber bisher immer heißer spürbar. 

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