Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.10.2012

11:15 Uhr

Anti-China

Tibeter verbrennen sich aus Protest

Es ist eine der radikalsten Formen des Protests: In dieser Wochen haben sich bereits fünf Tibeter selbst verbrennt, um gegen die chinesische Herrschaft über ihr Volk zu protestieren. Peking zeigt bislang keine Reaktion.

Selbstverbrennung in Xiahe: Bewohner und Soldaten scharen sich um einen der Tibeter. dapd

Selbstverbrennung in Xiahe: Bewohner und Soldaten scharen sich um einen der Tibeter.

PekingAm Freitag haben sich in der nordwestchinesischen Provinz Gansu erneut zwei Tibeter selbst verbrannt. Die beiden Männer erlagen nach Informationen der Organisation „Free Tibet“ und „Radio Free Asia“ ihren Verletzungen. Damit haben sich binnen einer Woche im Kreis Xiahe (tibetisch: Sangchu) bereits fünf Tibeter selbst verbrannt, um gegen die chinesische Herrschaft über ihr Volk zu protestieren.

Wie „Free Tibet“ mitteilte, zündete sich am Freitagabend auf der Hauptstraße von Amuquhu (tibetisch: Sangkog) ein 23-Jähriger an. Laut Augenzeugen hätten Passanten verhindert, dass Sicherheitskräfte seinen Leichnam später wegschafften. Stattdessen hätten sie den Toten zurück in sein Dorf Sertri gebracht.

Zuvor hatte sich ein 24 Jahre alte Tibeter ebenfalls im Kreis Xiahe selbst verbrannt. Er hinterlässt eine Frau und eine zweijährige Tochter. Laut „Free Tibet“ wurden starke Sicherheitskräfte in das betroffene Gebiet in der Provinz Gansu verlegt.

Seit 2009 haben sich rund 60 Tibeter aus Protest gegen Chinas Politik selbst angezündet. „Chinas Tibetpolitik ist vollkommen gescheitert“, sagte die Free-Tibet-Direktorin Stephanie Brigden.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×