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29.01.2009

19:24 Uhr

Anti-Diskriminierungsgesetz

Obamas erstes Gesetz für Lohngerechtigkeit

Mit der Unterschrift unter das erste Gesetz will US-Präsident ein Signal für mehr Gerechtigkeit setzen: Das Gesetz, der sogenannte Lilly Ledbetter Fair Pay Act, soll faire Bezahlung sicherstellen und hebt dabei ein Urteil des Obersten Gerichts auf.

Barack Obama unterzeichnete am Donnerstag den Ledbetter Fair Pay Act. Bei der Unterzeichnung war auch die Namensgeberin Lilly Ledbetter (rechts im Hintergrund) anwesend. Sie hatte zu spät festgestellt, dass ihr Arbeitgeber sie schlechter als die männlichen Kollegen bezahlt hatte. Foto: ap ap

Barack Obama unterzeichnete am Donnerstag den Ledbetter Fair Pay Act. Bei der Unterzeichnung war auch die Namensgeberin Lilly Ledbetter (rechts im Hintergrund) anwesend. Sie hatte zu spät festgestellt, dass ihr Arbeitgeber sie schlechter als die männlichen Kollegen bezahlt hatte. Foto: ap

HB WASHINGTON. Nach dem Urteil des Supreme Courts, hatten die Beschäftigten nur sechs Monate Zeit, um gegen geringeren Lohn wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder Hautfarbe zu klagen. "An unseren Arbeitsplätzen gibt es keine Bürger zweiter Klasse", sagte Obama bei der Unterzeichnung.

Das Gesetz trägt den Namen einer inzwischen 70 Jahre alten früheren Beschäftigten einer Reifenfirma, die erst kurz vor ihrer Rente feststellte, dass sie für dieselbe Arbeit weniger bekam als ihre männlichen Kollegen. Sie zog mit ihrer Klage auf einen rückwirkenden Lohnausgleich bis vor das höchste Gericht, wurde dort aber 2007 abgewiesen. Zur Begründung hieß es, Beschäftigte müßten spätestens sechs Monate, nachdem es zum ersten Mal zu einer diskriminierenden Bezahlung kam, Klage einreichen. Lilly Ledbetter, die während ihrer 19 Jahre währenden Beschäftigung 200 000 Dollar (heute 154 000 Euro) Einkommen durch ungerechte Entlohnung verloren hatte, war bei der Unterzeichnung am Donnerstag dabei.

"Gerechte Bezahlung ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage für Mio. von Amerikanern. Es ist auch eine Frage, wer wir sind - ob wir tatsächlich unseren fundamentalen Idealen folgen", sagte Obama. Er unterzeichne das Gesetz auch für seine Töchter und für alle folgenden Generationen, die in einem Land aufwachsen sollen, das ihren Beitrag würdigt, betonte der Präsident.

Obama hatte während seines Wahlkampfes gemeinsam mit anderen Demokraten Front gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtes gemacht. Sie hatten damals eine Gesetzgebung versprochen, die Beschäftigten mehr Zeit einräumt, um vor Gericht zu ziehen.

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