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14.09.2012

07:07 Uhr

Anti-Islam-Video

USA fürchten neue Gewalt

Die Muslimbruderschaft ruft in Ägypten zu weiteren Protesten nach dem Freitagsgebet auf. Die Regierung in Washington reagiert wachsam. Sie fürchtet, dass die Demonstrationen wieder in Gewalt umschlagen könnten.

Proteste wegen Mohammed-Film

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WashingtonAufgrund des umstrittenen islamfeindlichen Films fürchten die USA weitere Gewalt in der arabischen Welt nach dem Freitagsgebet. "Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau, die zu weiteren Protesten führen könnten", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington. Zuvor waren bei Protesten im Jemen vier Menschen getötet worden.

Der Film "Innocence of Muslims" ("Die Unschuld der Muslime"), der den Propheten Mohammed verunglimpft, führt seit Tagen zu Ausschreitungen gegen diplomatische Einrichtungen der USA. Die Regierung in Washington rechne damit, dass sich die Proteste fortsetzten, sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama. Der Freitag sei "traditionell ein Tag von Protesten in der muslimischen Welt". Die mächtige Muslimbruderschaft in Ägypten rief zu landesweiten Protesten nach dem Abendgebet am Freitag auf. Auch in Jordanien forderten salafistische Prediger die Gläubigen auf, vor die US-Botschaft zu ziehen.

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Ob der Mann in Kalifornien wirklich der Urheber ist, bleibt unklar.

US-Außenministerin Hillary Clinton hob hervor, die Macher des Films hätten keinerlei Verbindungen zum Staat: "Lassen Sie mich sehr deutlich sagen - und ich hoffe, das ist klar -, dass die Regierung der Vereinigten Staaten absolut nichts mit diesem Video zu tun hat." Der Film sei "geschmacklos und verwerflich". Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den "Hassfilm" am Donnerstag erneut. Die Macher des Videos strebten offenbar an, "ein Blutbad zu provozieren".

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Auch die finanziellen Unterstützer des Filmers sollen verurteilt werden.

Die Proteste hatten am Dienstag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo begonnen, wo Islamisten die US-Botschaft stürmten. In der libyschen Küstenstadt Bengasi wurden am selben Tag bei einem Angriff auf das US-Konsulat der US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter getötet, auch libysche Sicherheitskräfte starben. Im Jemen wurden am Donnerstag vier Menschen bei Protesten gegen den Film vor der US-Botschaft getötet. In Kairo wurden bei neuen Ausschreitungen am Donnerstag mehr als 200 Menschen verletzt. Weitere Proteste gab es unter anderem im Iran und Irak, in Israel, dem Gazastreifen, Jordanien, Sudan und Tunesien.

Kommentare (15)

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AnonimX

14.09.2012, 07:54 Uhr

Niemand kann zu beleidigen jemand anderes religiösen Überzeugungen mit dem Comic oder Film, oder andere Dinge demütigt Beitragen...noch cristum noch anderen.das soll verboten werden,jahrelang solchen beitragen hat mann doch gesehen was raus kommt, was wollen diese unruhe stifter? İst auch rasugekommen das von israil finanzel unersützt worden...İch als moslem gebe noch recht an aufstandt und mörden noch das film...für mich sind alle religion tabu und heilig so wie moses und jesus und muter maria...wenn ich an diese propheten was schlimmes sage sagt mein Allah in kuran das ich unglaubig bin...warum kommt das hass immer von Christen? hat einer von moslemein wort gehört beleidigung über jesus? das sollen alle Christen mal getanke darüber machen aber alle bitte...

Vogel

14.09.2012, 08:20 Uhr

Über Jesus wird jeden verdammten Tag schlechtes geredet, er wird andauernd durch den Kakao gezogen und das sogar von Prominenten im Fernsehen. Soviel dazu...

Account gelöscht!

14.09.2012, 09:12 Uhr

Warum lachen Muslime eigentlich nicht bloß über diesen Film oder wie die (nicht muslimische) Bevölkerung des Westens: Ignorieren ihn weitest gehend als banalen, inhaltlich und handwerklich indiskutablen Unsinn ?

Hass ist immer ein Zeichen von Schwäche, nämlich zu schwach (oder dumm) zu sein, Probleme mit zivilen Mitteln (oder Humor) zu lösen.
Und das ist des Pudels Kern: Die islamischen Länder sind in erschreckender Mehrheit zutiefst regrediente, sich selbst zersetzende und selbst zerstörende Strukturen geworden: Korruption, Intoleranz, Ungerechtigkeit, Armut, Gesetzlosigkeit und Gewalt...
Der Islam trat mal als überaus pragmatische Ideologie in die Weltgeschichte ein und ist nun nur noch ein von Hass zerfressener Schatten seiner selbst.
"Der Westen" ist Sündenbock für alles Schlechte dort aber: Der Westen interessiert sich schon seit Jahrzehnten nicht mehr für den selbst verschuldeten Untergang des Islam. Öl und Gas gibt es auch anderswo bzw. Ersatz dafür. Gerade die USA nabeln sich von Energieimporten immer weiter ab.

"Lasst uns in Ruhe !", schreien islamische Fundamentalisten ungefragt in jedes erreichbare Mikrophon, NICHT, weil der Westen so "dekadent" ist sondern weil der weltumfassende Siegeszug von naturwissenschaftlichem Grundansatz und der Aufklärung genau das pragmatische Konzept ist, das wohl selbst der Prophet Mohammed im Auge hatte. Der Hass der Fundamentalisten ist das peinliche Eingeständnis, dass der (christlich basierte) "Westen" schlicht der bessere Islam ist, eine auf Logik, Pragmatismus und aufgeklärtem Menschenrechtsverständnis basierende Siegerstrategie (mit erheblichen Mängeln aber trotzdem überlegen).
Mohammed wäre stolz auf die USA gewesen, wenn doch nur 80% der US Bevölkerung sich zu IHM und dem Koran bekennen würden.

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