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21.02.2015

15:51 Uhr

Anti-Maidan-Demo

Russen protestieren gegen Kiew

Demo gegen die Ukraine: In Moskau protestieren Menschen gegen die Freiheitsbewegung in Kiew. Die russische Anti-Maidan-Bewegung bringt Zehntausende auf die Straße. Indes will Ex-Machthaber Janukowitsch zurück nach Kiew.

Zehntausende gegen das Nachbarland: In Moskau demonstrieren Zehntausende gegen die Freiheitsbewegung in der Ukraine. dpa

Anti.Maidan-Protest in Moskau

Zehntausende gegen das Nachbarland: In Moskau demonstrieren Zehntausende gegen die Freiheitsbewegung in der Ukraine.

MoskauIn Moskau sind am Samstag zehntausende Menschen gegen den Machtwechsel in der Ukraine vor einem Jahr auf die Straße gegangen. Wie die Polizei mitteilte, zogen rund 35.000 Unterstützer von Präsident Wladimir Putin durch die russische Hauptstadt. Viele Demonstranten schwenkten russische Flaggen und trugen das orange-schwarze Sankt-Georgs-Band, das auch die Separatisten in der Ostukraine als Erkennungszeichen nutzen.

„Putinismus für immer“, stand auf einem Schild, das eine ältere Frau hochhielt. Ein Trupp von Kosaken zeigte ein Plakat mit der Aufschrift „Der Maidan ist eine Krankheit. Wir werden sie behandeln.“ Auf einem anderen Spruchband stand: „Ami, geh nach Hause - und nimm den Maidan mit.“ Fernsehberichten zufolge gab es ähnliche Kundgebungen auch in anderen russischen Städten.

In der Anti-Maidan-Bewegung haben sich Biker-Clubs, Kosaken, Sportler und Veteranen der Kriege in Afghanistan und Tschetschenien zusammengeschlossen. Ihr Anführer Nikolai Starikow warnte die prowestliche Opposition am Samstag, auch in Russland einen Umsturz anzuzetteln. „Versucht es erst gar nicht“, sagte er im russischen Fernsehen. „Unternehmt keinerlei Versuche, in Russland für Ärger zu sorgen.“

Russlands Wirtschaft

Einwohner

143,3 Millionen (Stand: 2013).

Gasproduktion

2012: 654,5 Milliarden Kubikmeter.

Erdölproduktion

2012: 517,9 Millionen Tonnen.

Bruttoinlandsprodukt

2014: ~ 2215,4 Milliarden US-Dollar

Inflationsrate

2012: 5,1 Prozent

2013: 6,7 Prozent*

2014: 5,7 Prozent*

*) Schätzung bzw. Prognose

Arbeitslosenquote

2010: 7,5 Prozent.

2011: 6,6 Prozent.

2012: 5,6 Prozent.

Haushaltssaldo

2010: -4,0 Prozent des BIP

2011: 0,8 Prozent des BIP

2012: -0,1 Prozent des BIP

Leistungsbilanzsaldo

2010: 4,4 Prozent des BIP, brutto.

2011: 5,1 Prozent des BIP, brutto.

2012: 3,7 Prozent des BIP, brutto.

2013: 2,9 Prozent des BIP, brutto.*

2014: 2,3 Prozent des BIP, brutto.*

*) Schätzung bzw. Prognose

Währungsreserven

2010: 432,95 Milliarden US-Dollar.

2011: 441,16 Milliarden US-Dollar.

2012: 473,11 Milliarden US-Dollar.

Russland hatte nach den Massenprotesten in Kiew und dem Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert und wird von Kiew und dem Westen beschuldigt, die Aufständischen in der Ostukraine zu unterstützen.

In Kiew hatten am Freitag tausende Ukrainer der Opfer der Maidan-Proteste vor einem Jahr gedacht. Viele verharrten weinend und sich bekreuzigend vor den Fotos der Toten. Höhepunkt war eine zentrale Gedenkfeier auf dem Unabhängigkeitsplatz, an der auch Präsident Petro Poroschenko teilnahm.

Die russische Opposition hat für den 1. März eine Massenkundgebung angekündigt. Zu der Demonstration, die sich unter anderem gegen den Konflikt in der Ostukraine richtet, hat der prominente Kreml-Kritiker Alexej Nawalny aufgerufen. Wahrscheinlich wird er aber nicht selbst daran teilnehmen können, weil er am Donnerstag zu zwei Wochen Haft verurteilt worden war.

Das Gericht in Moskau begründete die Entscheidung damit, dass Nawalny eine Versammlung zur Verteilung von Flugblättern mit dem Aufruf zu der Kundgebung am 1. März in einer U-Bahnstation in der Hauptstadt organisiert habe.

Kommentare (3)

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Herr Thomas Ungläubig

23.02.2015, 18:04 Uhr

»Höhepunkt war eine zentrale Gedenkfeier auf dem Unabhängigkeitsplatz, an der auch Präsident Petro Poroschenko teilnahm.«

Herr Thomas Ungläubig

23.02.2015, 18:06 Uhr

Unser Grüß-August war auch da (auf wessen Befehl?), darf man ruhig mal erwähnen.

Herr John Smidt

25.02.2015, 17:11 Uhr

was für ein schwachsinniger Artikel!!!

Der Marsch war gegen Regierungsumstürze, gegen Fremdeingriffe in die Souveränität eines Landes.
Die Menschen haben sich selbst organisiert, als Zeichen, dass so eine "Maidan" in Russland nicht geben wird!

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