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21.01.2015

13:31 Uhr

Anti-Terror-Kampf

Frankreich schafft 2680 Stellen im Sicherheitsbereich

Bei den islamistischen Anschlägen in Frankreich wurden 17 Menschen getötet. Nun reagiert das Land – und baut seine Sicherheitsdienste aus. Auch gegen die Radikalisierung in Gefängnissen soll vorgegangen werden.

Der französische Ministerpräsident kündigte Ausgaben in Höhe von 425 Millionen Euro für den Anti-Terror-Kampf an. dpa

Der französische Ministerpräsident kündigte Ausgaben in Höhe von 425 Millionen Euro für den Anti-Terror-Kampf an.

ParisFrankreich baut nach den Anschlägen von Paris seine Sicherheitsdienste aus. Ministerpräsident Manuel Valls kündigte am Mittwoch Ausgaben in Höhe von 425 Millionen Euro und die Schaffung von 2680 neuen Stellen im Kampf gegen den Terrorismus an, davon allein 1400 bei den Geheimdiensten. „Die Lage bleibt sehr bedrohlich“, erklärte Valls bei der Vorstellung des über drei Jahre laufenden Programms. Die Staatsanwaltschaft erklärte, im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris seien vier Männer in Untersuchungshaft genommen worden. Die zwischen 22 und 28 Jahre alten Verdächtigen sollen den Überfall auf einen jüdischen Supermarkt mit vorbereitet haben.

Als Teil des neuen Programms soll auch gegen die Radikalisierung in Gefängnissen vorgegangen werden, kündigte Valls an. Eine Reihe von Maßnahmen sollen eine bessere Überwachung von Dschihadisten-Netzwerken ermöglichen. Trotz der zusätzlichen Kosten will Frankreich seine Haushaltszusagen an die EU-Partner einhalten. Das Geld werde anderswo im Haushalt eingespart, sagte Valls.

Bei den islamistischen Anschlägen zwei Wochen zuvor waren insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Polizei ist auf der Suche nach Komplizen der drei Attentäter. Justizkreisen zufolge wurden vergangene Woche insgesamt zwölf Verdächtige festgenommen, die den Angreifer des Supermarkts unterstützt haben sollen. Drei Frauen und fünf Männer wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen wieder freigelassen. Die vier Männer, die nun in Untersuchungshaft genommen wurden, sind seit Freitag in Polizeigewahrsam.

Einem Bericht der Satire-Zeitschrift „Le Canard Enchaîné“ zufolge waren Polizisten in Paris Ende Dezember in einer Verkehrskontrolle auf den Angreifer des Supermarkts aufmerksam geworden. Weil der Mann bereits als Islamist bei der Polizei geführt wurde, verständigten sie die Anti-Terror-Einheit der Polizei, erhielten aber keine Reaktion, wie die Zeitschrift berichtete.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr richard roehl

21.01.2015, 14:32 Uhr

Auch eine Art die Wirtschaft anzukurbeln, zuerst eine Parallelgesellschaft zulassen, und dann für die Schadensabwehr neue Arbeitsplätze schaffen. Wozu brauchen wir noch die EZB

Account gelöscht!

21.01.2015, 19:01 Uhr

Frankreich schafft 2680 Stellen im Sicherheitsbereich

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Ist Frankreich alleine für die Sicherheit in Europa zuständig ????????????????????????????????????????????

Wann zieht der Rest der EU nach ?????????????????????





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