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10.04.2017

21:16 Uhr

Anti-Terror-Kampf

Warteschlangen am Athener Flughafen wegen Grenzkontrollen

In Südosteuropa hat die Einführung schärferer Personenkontrollen an den Grenzen zu Warteschlangen und Staus geführt. Seit Freitag gelten diese im EU-Schengenraum. Einige Länder setzten die Verschärfung im Alleingang aus.

Kroatien, Slowenien und Ungarn hatten die Verschärfung der Grenzkontrollen wegen langer Staus an Grenzübergängen schon am Wochenende wieder ausgesetzt. dpa

Grenzkontrollen

Kroatien, Slowenien und Ungarn hatten die Verschärfung der Grenzkontrollen wegen langer Staus an Grenzübergängen schon am Wochenende wieder ausgesetzt.

Brüssel/AthenNach Einführung strengerer Grenzkontrollen im EU-Schengenraum ist es auch an den Grenzübergängen Griechenlands mit den Balkanstaaten zu Staus und Verspätungen gekommen. Am Athener Flughafen bildeten sich seit vergangenem Freitag immer wieder lange Warteschlangen. Die Flughafenleitung rief Reisende in Drittstaaten auf, früher zum Airport zu fahren, um rechtzeitig durch die Kontrollen zu kommen. Wegen des Wochenendverkehrs war es am Freitag auch am größten Grenzübergang zwischen Bulgarien und Rumänien zu Staus gekommen, inzwischen hat sich die Lage aber wieder normalisiert.

Kroatien, Slowenien und Ungarn hatten die Verschärfung der Grenzkontrollen wegen langer Staus an Grenzübergängen schon am Wochenende wieder ausgesetzt. Dabei handelten die Staaten im Alleingang: Die eigentlich erforderlichen Risikoanalysen lägen bisher nicht in Brüssel vor, hieß es am Montag bei der EU-Kommission. Nach Darstellung Kroatiens gab es eine Absprache mit Brüssel.

Schengenbereich: Strengere Grenzkontrollen wieder ausgesetzt

Schengenbereich

Strengere Grenzkontrollen wieder ausgesetzt

Am Freitag erst wurden strengere Kontrollen an den Grenzen des Schengenraums eingeführt - zum Schutz gegen Terroristen. Doch nur einen Tag später werden sie wieder ausgesetzt. Der Grund: kilometerlange Staus.

Seit Freitag gelten verschärfte Auflagen für die Ein- und Ausreise von EU-Bürgern, sowohl für die Außengrenzen des Schengen-Raums als auch für die Außengrenzen der Europäischen Union. Die persönlichen Daten der Reisenden müssen künftig mit Fahndungsdatenbanken und Datenbanken über verlorene oder gestohlene Papiere abgeglichen werden. Bisher prüften die Grenzbeamten bei EU-Bürgern nur die Echtheit der Ausweispapiere. Die Änderung des „Schengener Grenzkodexes“ war mit Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments erfolgt und soll dem Anti-Terror-Kampf dienen.

Eine Aussetzung der Verschärfungen durch einzelne Staaten ist grundsätzlich möglich, allerdings müssten die Behörden mit Risikoanalysen belegen, dass dadurch keine zusätzlichen Gefahren entstehen. Das ist bislang nicht geschehen. In den kommenden Tagen sollen sich nationale Experten in Brüssel treffen und die Lage besprechen.

Von

dpa

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