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02.10.2011

12:47 Uhr

Anti-Terror-Schlag

USA fürchten Racheakt wegen Tötung Awlakis

Nach dem jüngsten Anti-Terror-Schlag bekommt die Obama-Regierung Ärger mit Bürgerrechtlern. Der im Jemen getötete Hassprediger Awlaki hatte auch einen US-Pass. Die Behörden warnen vor islamistischen Vergeltungsschlägen.

Der US-Staatsbürger Anwar al-Awlaki wurde gezielt getötet. dpa

Der US-Staatsbürger Anwar al-Awlaki wurde gezielt getötet.

WashingtonAus Sorge vor islamistischen Racheakten hat die US-Regierung nach der Tötung des Al-Kaida-Predigers Anwar al-Awlaki Amerikaner weltweit zur Wachsamkeit aufgerufen. Der Tod könne Einzelne oder Gruppen zu Vergeltungsaktionen motivieren, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung des Washingtoner Außenministeriums. Die New Yorker Polizei verschärfte die Sicherheitsmaßnahmen. Weil Al-Awlaki auch einen amerikanischen Pass besaß, bekommt Washington Ärger mit US-Menschenrechtlern. In Afghanistan fassten Nato-Soldaten einen Anführer der gefürchteten Hakkani-Terrorgruppe.

Die gezielte Tötung des US-Staatsbürgers al-Awlaki Ende September löste in der Heimat eine heftige Kontroverse über das Vorgehen von Präsident Barack Obama aus. Nach einem Bericht der „Washington Post“ ließ das US-Justizministerium vor dem Drohnenangriff auf den Terror-Propagandisten mögliche rechtliche Bedenken prüfen und sicherte sich dann mit einem geheimen Memorandum ab. Bürgerrechtler warfen der Regierung vor, einen ihrer Bürger ohne Gerichtsverfahren exekutiert zu haben. Die Verfassung garantiert US-Staatsbürgern besonderen Schutz.

In seinen Hasspredigten hatte der 1971 in den USA geborene Al-Awlaki mehrfach zur Tötung von Amerikanern aufgerufen. Die USA führen ihn auf einer schwarzen Liste von Terroristen, die „tot oder lebendig“ gefasst werden sollen. Das Außenministerium rief Amerikaner weltweit zur Wachsamkeit auf. Al-Awlakis Position als ein „hervorstechender englisch-sprachiger Advokat der Gewalt kann potenziell weltweit antiamerikanische Aktionen zur Vergeltung seines Todes auslösen“, hieß es in der Mitteilung. Der New Yorker Polizeikommissar Ray Kelly sagte dem Sender New York One (NY1.com), dass man Racheakte von Anhängern des Predigers befürchte.

Kommentare (4)

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P-G

02.10.2011, 13:48 Uhr

Die Amerikanischen Behörden warnen immer vor Terroranschlägen. Jetzt sind auf einmal die Haqqanis dran, die es ohne die USA wahrscheinlich genauso wenig gäbe, wie Al Quaida. Mit dem Terror, das ist schon so eine komische Sache. Später stellt sich dann immer raus, dass alles ganz anders war. Beispiele: 9/11, Lockerbie, usw. Ist den Amis aber auch egal: unter dem Entsetzen und endlosschleifen im Fernsehen von einstürzenden Gebäuden kann man tolle Politik mit Angst und Rache machen. Eine Sicherheitsbehörde nach der anderen ist aus dem Boden gestampft worden, jeder kann durchsucht, abgehört oder nach Guantanmo verschleppt werden. Was mich wundert: seit die Al Quiada aufgetaucht ist, sind alle anderen Terroristen total friedlich geworden. Es gibt keine Abul-Nidal, kein islamischer Jihad oder sonstige Gruppierungen mehr. Die haben alle keine Lust mehr auf Terror, obwohl ihre Ziele nicht erfüllt wurden, aber die Amis und damit die Medien schenkten ihnen keine Aufmerksamkeit mehr, weil sich ja alle um Al Quaida kümmern mußten.

Account gelöscht!

02.10.2011, 21:15 Uhr

Dass die USA diesen Terroristen erledigt haben ist für die meisten Muslime, die andere Menschen in der Regel grundlos und abgrund tief hassen, weltweit eine verdiente Schmach.
Gerade darum sind die Aktion der US-Armee, auch mit den effizienten Drohnen, gegen andere Terroristen höchst wichtig und nötig. Weltweit müssen die Muslime unmissverständlich darauf aufmerksam gemacht werden dass sie mit ihren menschenverachtenden Ansichten und Aktionen gegen andere Menschen langfristig den Kürzeren ziehen. Insbesondere in Europa wo die Muslime in hohem Masse die Kriminalitäts-und Sozialhilfestatistiken bevölkern sind endlich klare Grenzen zu setzen.

Pendler

02.10.2011, 23:10 Uhr

»[...] Am meisten befürchtet der Bilderberg-Club einen organisierten Widerstand. Seine Mitglieder wollen nicht, dass die einfachen Leute dieser Welt dahinterkommen, welche Zukunft sie für die Welt planen, nämlich eine Weltregierung bzw. ein Weltunternehmen mit dem einzigen, weltweiten Marktplatz, der von einer Weltarmee beaufsichtigt und von einer Weltbank mit einer globalen Währung geregelt wird. [...]«
Mehr zu den Absichten der Bilderberger bei www.wearechange.ch, 2. Juni 2010

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