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30.06.2017

14:14 Uhr

António Guterres

UN-Generalsekretär stößt zu Zyperngesprächen dazu

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich den Gesprächen über eine Wiedervereinigung Zyperns angeschlossen. Aktuell soll es bei den Verhandlungen in der Schweiz aber noch keine entscheidenden Fortschritte geben.

Uno-Generalsekretär António Guterres soll beiden Seiten bei den Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns helfen. dpa

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres

Uno-Generalsekretär António Guterres soll beiden Seiten bei den Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns helfen.

NikosiaUno-Generalsekretär António Guterres ist zu den Gesprächen über eine friedliche Wiedervereinigung Zyperns in der Schweiz hinzugestoßen. Es wird gehofft, dass Guterres den rivalisierenden Seiten zum Durchbruch verhelfen kann, nachdem die ersten beiden Verhandlungstage in Crans-Montana keinen größeren Fortschritt ergeben hatten.

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias sagte vor Beginn der Gespräche am Freitag, gesucht werde nach einem für alle Seiten vorteilhaften Kompromiss. Keiner dürfe „alles oder nichts“ fordern, sagte er. Zu den Teilnehmern der Gespräche zählten der griechisch-zyprische Präsident Nikos Anastasiades, der türkisch-zyprische Volksgruppenführer Mustafa Akinci und Spitzendiplomaten der sogenannten Garantiemächte Griechenland, Türkei und Großbritannien.

Zypern ist seit 1974 zwischen türkischen und griechischen Zyprern geteilt. Die Türkei marschierte damals nach einem Putsch von Anhängern eines Zusammenschlusses mit Griechenland im Norden ein. Die dort ausgerufene türkisch-zyprische Republik wird nur von Ankara anerkannt. Die griechisch geprägte Südhälfte gehört zu EU und Eurozone.

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Entscheidender Punkt in den Verhandlungen über eine Wiedervereinigung sind die Sicherheitsgarantien. Dabei geht es vor allem darum, was mit den mehr als 35 000 Soldaten passieren soll, die die Türkei in Nordzypern stationiert hat. Die griechischen Zyprer fordern einen kompletten Abzug - die Sicherheit soll nach ihrem Willen in Zukunft von einer internationalen Polizeitruppe gewahrt werden. Die Türkei hingegen will weiter Soldaten auf der Insel lassen. Zudem fordert Ankara für Türken das Recht, sich auf der Insel niederzulassen und Geld, Dienstleistungen und Waren dorthin zu transferieren.

Von

ap

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