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26.07.2017

11:36 Uhr

Antwort auf US-Sanktionen

„Moskau muss schmerzhafte Antwort vorbereiten“

Die vom US-Repräsentantenhaus beschlossenen Sanktionen werden in Russland und dem Iran scharf kritisiert. Ein Abgeordneter schlägt einen harte Töne an. Trump könnte noch einschreiten.

Russland weist US-Vertreter aus

„Wir arbeiten weiter zusammen, aber erstmal müssen 700 Diplomaten gehen“

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MoskauIn Russland werden Forderungen nach einer harschen Reaktion auf die vom US-Repräsentantenhaus beschlossenen neuen Sanktionen laut. Die Regierung in Moskau müsse eine „schmerzhafte“ Antwort vorbereiten, teilte Konstantin Kosatschjow, ein prominentes Mitglied des Oberhauses, am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite mit. „Angesichts des einhelligen Votums des US-Repräsentantenhauses über das Sanktionspaket gegen Russland, Iran und Nordkorea wird es keinen Durchbruch geben“, schrieb Kosatschjow mit Blick auf die gespannten Beziehungen zwischen den USA und Russland. „Tatsächlich wird eine weitere Verschlechterung der bilateralen Zusammenarbeit unausweichlich.“

Auch die iranische Regierung will weitere Sanktionen der USA nicht unbeantwortet hinnehmen. Staatsmedien zitierten den Vize-Außenminister Abbas Arakchi am Mittwoch mit den Worten, neue Sanktionen wären „ganz klar ein feindseliger Akt“, auf den der Iran entschlossen reagieren würde. Auf welche Weise dies geschehen würde, sagte Arakchi nicht. Das US-Repräsentantenhaus hatte am Dienstagabend gegen Russland, den Iran und Nordkorea Strafmaßnahmen auf den Weg gebracht, denen der US-Senat und Präsident Donald Trump aber noch zustimmen müssen. Trump hatte den Iran am Dienstag gewarnt, dieser müsse mit sehr großen Problemen rechnen, falls sich die Islamische Republik nicht an das Atomabkommen halten würde.

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Das Repräsentantenhaus hatte am Dienstag die Strafmaßnahmen ungeachtet der Vorbehalte von Präsident Donald Trump mit klarer Mehrheit bewilligt. Es gab lediglich drei Gegenstimmen. Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss es der Senat verabschieden und der Präsident unterzeichnen. Trump, der zuletzt auf bessere Beziehungen zu Russland gesetzt hat, könnte sein Veto einlegen.

Mit den Sanktionen, die vor allem dem Energiebereich gelten, soll Russland für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, die Unterstützung der syrischen Regierung im Bürgerkrieg sowie für mutmaßliche Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl bestraft werden.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Günther Schemutat

26.07.2017, 11:41 Uhr

Sanktionen gegen Russland und das im Energiebereich sind völliger Unsinn, es trifft uns Europäer und Amerika wird das nicht kompensieren können.

Russland selber zeigt ein Bild , dass gerne Großmacht sein möchte , aber da wo es gefährlich wird, kneift es im Höschen bei Putin. Als erstes würde ich die Alliierten aus Syrien rauswerfen und dann zeigen , dass eine Großmacht in der Lage ist , Syrien in 8 Wochen total zum Frieden zu zwingen. Den Kurden Autonomie zustehen und unter Schutz der Russischen Armee zu stellen. Denn die Kurden haben die Soldaten, die bis Heute die Alliierten und Russland nicht hat.

Dann mit dem Irak gemeinsam den Irak von der IS befreien und den Irak beistehen wenn die Türkei wieder Überfälle auf den Irak vornimmt.

Sollte es zu Sanktionen kommen vor allem im Energiesektor , alle Lieferungen
an Europa einstellen weil es die Amerikaner fordern, so kann Europa mit Amerika
das Problem lösen.

Damit drohen Nordkorea mit U Booten auszustatten die Atom Raketen abschiessen können. ( Als Drohung nicht wirklich)


Aber ich denke und hoffe, Donald Trump seine Veto einlegt gegen Sanktionen , weil die ziemlich dämlich sind angesichts der Weltlage.

Herr Tomas Maidan

26.07.2017, 13:19 Uhr

Politik im Stil eines Mafia-Clan Krieges. Mit Putin und Trump sind wohl die beiden gefährlichsten Demokratiefeinde an den Drücker gekommen. Kalter Krieg meets Handelskrieg. Was gibt es schlimmeres?

Jeder sieht nun: Mit den Mitteln der Geheimdienstspielchen kann man ein Land nur in den nächsten großen Konflikt führen. Putin hatte sich das wohl anders vorgestellt, als er die Hacker-Angriffe auf die US-Wahlmaschinen versucht hat und seinen Kumpel Donald als IM anheuern wollte. Hat nicht geklappt, dumm gelaufen, nun muss man die Suppe auslöffeln. Für diesen Irrsinn gibts bestimmt auch ein lustiges russisches Sprichwort. Erst Chaos machen, dann auf die Nase fallen, dann alles dementieren, dann zurückschnauzen, dann anderen die Schuld geben und am Ende Panzer schicken.

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