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13.02.2013

22:07 Uhr

Anzügliche E-Mails

Allen zieht Kandidatur für Nato-Posten zurück

Nachdem CIA-Chef David Petraeus bei einer Affäre erwischt wurde, kamen auch "unangemessene" E-Mails des US-Generals John Allen ans Licht. Seine Kandidatur als Nato-Oberbefehlshaber zieht er jetzt offenbar zurück.

US-General John Allen. dpa

US-General John Allen.

WashingtonDer für das Amt des Nato-Oberbefehlshabers nominierte US-General John Allen wird nach Informationen des TV-Senders NBC seine Kandidatur wahrscheinlich zurückziehen. Zwar hatte ihn das US-Verteidigungsministerium kürzlich nach Untersuchungen von Vorwürfen entlastet, er habe „unangemessene“ E-Mails an eine Frau geschrieben. Aber Allen wolle seine Familie ein Bestätigungsverfahren im Senat ersparen, in dem die E-Mails nahezu sicher erneut zum Thema würden, berichtete der Sender am Mittwoch unter Berufung auf drei Militärquellen.

Verteidigungsminister Leon Panetta wollte die Nachricht nicht bestätigen. Er meinte aber, er habe Allen geraten, nach seiner Rückkehr als Kommandeur aus Afghanistan Zeit mit seiner Familie zu verbringen und sich mit einer Entscheidung über seine Zukunft Zeit zu lassen. Vor Journalisten nannte er Allen einen „herausragenden Kommandeur“. Seine Rolle in Afghanistan sei ganz entscheidend gewesen.

Die Ermittlungen gegen Allen waren im November im Zusammenhang mit dem Rücktritt von CIA-Chef David Petraeus eröffnet worden. Petraeus hatte eine außereheliche Affäre eingestanden und sein Amt zur Verfügung gestellt. Allen soll eine wahre Flut von E-Mails an eine Freundin der Familie Petraeus geschrieben haben. Medien hatten die Frau seinerzeit als „Mitglied der feinen Gesellschaft“ mit engen Kontakten zu Militärs bezeichnet.

Das Verteidigungsministerium war im Zuge der Untersuchungen zu dem Schluss gekommen, dass sich der designierte Nato-Oberkommandierende nicht standeswidrig verhalten habe. Zugleich wurde grünes Licht für die Durchführung des zunächst ausgesetzten Bestätigungsverfahrens gegeben.

NBC News zufolge hat Allen bereits mit US-Generalstabschef Martin Dempsey und dem scheidenden Verteidigungsminister Leon Panetta über seine Besorgnisse gesprochen. Ein Treffen des früheren Oberbefehlshaber

Von

dpa

Kommentare (1)

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14.02.2013, 00:29 Uhr

Die gesamte US Army ist ohne Ehre und Gesetz. Ruchlose Mörder, dagegen ist das hier beschriebene geradezu albern.

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