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06.10.2013

22:29 Uhr

Apec-Gipfel auf Bali

Indonesien wirbt für Ende des Protektionismus

Die Staaten der Asien-Pazifik-Region haben auf dem Apec-Gipfel für freien Handel geworben. Auf diese Weise soll die Erholung der Weltwirtschaft vorangetrieben werden. Auch zwei Freihandelsabkommen stehen zur Debatte.

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono (rechts) empfängt den Chief Executive von Hong Kong, Leung Chun-ying (links). Reuters

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono (rechts) empfängt den Chief Executive von Hong Kong, Leung Chun-ying (links).

BaliStaats- und Regierungschefs haben beim Gipfel für Asiatisch-Pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit (Apec) auf Bali am Sonntag für ein Ende protektionistischer Wirtschaftspolitik geworben. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, Gastgeber des Treffens, rief die rund 1200 anwesenden Spitzenpolitiker und Wirtschaftsbosse dazu auf, freien Handel im pazifischen Raum zu fördern, um so die Erholung der Weltwirtschaft voranzutreiben und aufstrebende Wirtschaftsnationen vor einem Rückfall in die Krise zu schützen.

„Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, dass protektionistische Politik verhindert wird, und wir müssen unseren Weg der Liberalisierung des Handels fortsetzen und das Wohlergehen unserer Bürger verbessern“, sagt Yudhoyono. „Wir müssen alle protektionistischen Tendenzen verhindern und den Weg der Liberalisierung fortsetzen. Wir müssen die Infrastruktur verbessern. Wir müssen Geschäfte billiger und schneller machen.“

Ähnlich war auch die Stoßrichtung in der Abschlusserklärung des jährlichen Apec-Forums, die die Nachrichtenagentur AP vorab einsehen konnte. Apec gehören 21 Nationen und Regionen an, die an den Pazifik grenzen, darunter die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, die USA und China, aber auch Kleinstaaten wie Brunei. Die Unterschiede in Wohlstand und wirtschaftlicher Entwicklung zwischen ihnen sind enorm, sie vereinen auf sich aber mehr als die Hälfte des Bruttoweltprodukts.

US-Präsident Barack Obama hatte seine Reise zu dem Gipfel wegen des Haushaltsstreits in den USA abgesagt. Er wird von Außenminister John Kerry vertreten. Unter anderem wollen die Apec-Staaten Einigungen bei einer Reihe von Wirtschaftsreformen erzielen, die einen Gipfel der Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember ebenfalls in Bali zu blockieren drohen. Gleichzeitig findet am Rande des Apec-Treffens auch ein zweitägiges Treffen von Vorstandsvorsitzenden großer Wirtschaftsunternehmen statt.

Die Apec-Länder erwarten nach Analysen des Apec-Sekretariats ein Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent in diesem und 4,7 Prozent im kommenden Jahr. Die Weltwirtschaft wird nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dagegen um 3,1 in diesem und 3,8 Prozent 2014 zulegen.

Zwölf der Apec-Länder – darunter die USA und Japan – wollen sich bis Ende des Jahres auf ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen (TPP) einigen. Dabei sollen neben Zöllen auch Handelshemmnisse abgebaut werden, beispielsweise heimische Vorschriften etwa bei Regierungsaufträgen. Peking wirbt derweil für ein anderes Freihandelsabkommen: unter anderem mit den zehn Staaten der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean), Indien und Australien – aber ohne die USA.

Kommentare (1)

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07.10.2013, 12:18 Uhr

Protektionismus ... wenn ich das schön höre. Wieder diese Gehirnwäsche der Systemmedien.

Protektion bedeutet Schutz.

Die Globalisierung dient nur der internationalen Hochfinanz, die reicher und reicher wird. Ein paar hundert Familien die, die Welt aussaugen und versklaven.

Europa sollte der Globalisierung - die im übrigen im diametralen Gegensatz zur angeblichen Klimarettung steht (Stichwort Äpfel aus China und Wein aus Chile) abschwören!

http://www.attac.de/themen/globalisierung/

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