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11.11.2014

04:24 Uhr

Apec-Gipfel

China will Zollschranken im IT-Handel abbauen

Für den Rest der Welt will sich die asiatisch-pazifische Wirtschaftsgemeinschaft öffnen, vor allem aber besprechen die Länder den Abbau von Handelsschranken untereinander. Am Rande kam es zu einem überraschenden Treffen.

Ein Feuerwerk zum Beginn des Wirtschaftsgipfels: Die Apec diskutiert in Peking die Belange der 21 Pazifik-Anrainerstaaten. Reuters

Ein Feuerwerk zum Beginn des Wirtschaftsgipfels: Die Apec diskutiert in Peking die Belange der 21 Pazifik-Anrainerstaaten.

PekingDie USA und China haben zum Auftakt des Gipfels der asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Peking bei ihren Gesprächen über den Abbau von Zollschranken im Handel mit IT-Produkten einen Durchbruch erzielt.

Der US-Außenhandelsbeauftragte Michael Froman erklärte am Dienstag, er gehe davon aus, dass die Einigung den Weg zu weiteren Verhandlungen über das Information Technology Agreement (ITA) in Genf ebnet. Die USA und andere Länder hatten gehofft, dass China das ITA ratifiziert und somit die Zölle auf einigen IT-Produkten abschaffen muss.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping rief die Apec zu engerer Kooperation und wirtschaftlicher Integration auf. Zum Auftakt des zweiten Tages der Beratungen der Staats- und Regierungschefs am Dienstag in Peking warnte der chinesische Präsident, dass die Weltwirtschaft weiter „unberechenbar und instabil“ sei.

Um neue Wachstumsmechanismen zu schaffen, sollten die 21 Pazifik-Anrainer ihre Bemühungen verstärken, um die verschiedenen Märkte mit neuen Infrastrukturprojekten über Wirtschaftskorridore enger zu verbinden. Bessere Anbindungen müsse es auch durch eine Vereinfachung von Regeln und Vorschriften für den wirtschaftlichen Austausch geben, sagte Xi Jinping.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

„Wir müssen die geschlossenen Türen innerhalb von Apec aufstoßen und die Gemeinschaft zum Rest der Welt öffnen“, sagte Xi Jinping in einer Rede vor den Führern der Asien-Pazifik-Region, die in dem neu gebauten Tagungszentrum eine Stunde außerhalb von Peking am Yanqi-See im Vorort Huairou zusammengekommen waren.

Im Mittelpunkt stehen ein Ausbau der Zusammenarbeit und die Bemühungen für einen Abbau von Zollschranken und freieren Handel in der Region, die fast die Hälfte des Handels und mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung der Welt repräsentiert.

Neues Wachstum könne nur durch Reform, Innovation und strukturelle Anpassungen erzeugt werden, sagte Chinas Präsident. Apec müsse „eine führende Rolle in der regionalen wirtschaftlichen Integration“ spielen. Dem Markt müsse erlaubt werden, eine entscheidende Rolle bei der Verteilung der Ressourcen zu spielen.

Kommentare (6)

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Herr Walter Gerhartz

11.11.2014, 10:45 Uhr

Der ganze Verlauf des Apec-Gipfels war in Wahrheit eine Ohrfeige für den Westen.
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China hat klar gemacht, dass es auf der Seite Russlands steht. In Schweizer Zeitungen wird klar festgestellt, dass Obama beim ganzen Gipfel zur Randerscheinung degradiert wurde, während Putin mit höchster Aufmerksamkeit bedacht wurde.
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Und, ach ja, dass Putin und das Ehepaar Xi sind befreundet.....sehr zum Missfall des Westens !

Herr Walter Gerhartz

11.11.2014, 11:28 Uhr

Die Wallstreet- US-Spekulanten können nur mehr mit dummen Fotos und verlogenen Berichten von ihrer eigenen Panik ablenken.
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Das ist zum Lachen, denn:"Währungs-Krieg" Amerika kämpft gegen den Niedergang, denn der Aufstieg des "Petro-Yuan" könnte bald die Vorherrschaft der Dollar beenden.
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Auch der Gas-Deal, den China und Russland dieses Jahr beschlossen, wird in Yuan abgerechnet schreiben die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Merkel hat auf das falsche Pferd gesetzt.....aber die schafft sicher auch die nächste Wende !?

Herr Walter Gerhartz

11.11.2014, 14:59 Uhr

Während unsre Wirtschaft baden geht wegen der Sanktionen baut Russland deine Exportgeschäfte aus!...der Petro-Dollar sowieso von den BRIC-Staaten zerstört wird! Alle glaubten Russland ist auf die EU angewiesen und sie können Putin in die Knie zwingen.
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Mit der grenzenlosen Machtgier hat sich die USA/EU selbst ins AUS geschossen seit sie Putin die Tür vor der Nase zugeschlagen haben, der lächelte, ging in die andere Richtung und ist nicht mehr auf die Gasabnahme der EU angewiesen!!
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Unsere Politiker sind das mieseste was zur Zeit auf dem Markt ist...da haben die Altkanzler vollkommen recht.

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