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03.11.2011

07:11 Uhr

Appell an die G20

„Jetzt ist nicht der Moment für warme Worte“

VonSigmar Gabriel, Ed Miliband, Håkan Juholt

ExklusivVor Beginn des G20-Gipfels sprechen SPD-Chef Sigmar Gabriel, Labour-Chef Ed Miliband und der Chef der schwedischen Sozialdemokraten, Håkan Juholt, gemeinsam für einen neuen Weg und eine stärkere politische Führung.

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel. dapd

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel.

In der Politik geht es um Führungsqualität und genau das braucht die Welt dringend vor dem G20-Treffen, das in Cannes stattfindet. Jetzt ist nicht der Moment für warme Worte und leere Erklärungen. Stattdessen brauchen wir einen neuen Weg nach vorn, einen globalen Plan für Wachstum, der ehrgeizig genug ist, um den Herausforderungen zu begegnen, vor denen die Weltwirtschaft steht.

Niemand sollte am Ernst der Situation zweifeln. In den meisten Ländern der EU stagniert das Wachstum. In Großbritannien stieg das Wachstum im dritten Quartal um lediglich 0,5 Prozent. Nach einem starken Wachstum zu Beginn des Jahres hat sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland verlangsamt und soll 2012 voraussichtlich nur noch 1 Prozent betragen.

Sowohl in Europa als auch in den USA ist die Arbeitslosigkeit seit März trotz besserer Arbeitsmarktergebnisse in Deutschland gestiegen. Fast jeder zehnte findet in der EU keine Arbeit. Diese Zahl ist nur unwesentlich besser in Amerika, wo die Arbeitslosigkeit weiterhin über 9 Prozent liegt. Die Jugendarbeitslosigkeit in Schweden ist mit 22,8 Prozent sogar noch ungleich höher.

Angesichts dieser beunruhigenden Entwicklungen sehen sich die Menschen nach politischer Führung um. Aber politische Führung findet derzeit nicht statt. 

In den USA hat es Präsident Obama mit einer Republikanischen Partei zu tun, die die Verschuldungsgrenze zum Spiel mit dem Feuer nutzt. In Europa wurden nach Monaten des Zögerns und Zauderns in der vergangenen Woche nur halbherzige Fortschritte erzielt. Es muss jedoch mehr passieren. Die abwartende Haltung, die in der letzten Zeit allzu oft zutage trat, darf sich nicht wiederholen.

Die Menschen weltweit haben ein Recht, von ihren gewählten Vertretern mehr zu bekommen als ein Schulterzucken.

Kommentare (7)

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www.klartext-arena.eu

03.11.2011, 08:13 Uhr

Ohne Achtung, Respekt und Gleichbehandlung der Länder oder Staaten in der europäischen Staatengemeinschaft gibt es keine gemeinsame, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft für die Europäische Union.
Redaktion www.klartext-arena.eu

www.klartext-arena.eu

03.11.2011, 08:19 Uhr

Wenn die europäische Staatengemeinschaft eine gemeinsame Finanz-, Wirtschafts- und Währungsunion verwirklichen wollen, müssen alle Länder in allen Angelegenheiten gleichbehandelt werden.
Redaktion@klartext-arena.eu

Account gelöscht!

03.11.2011, 09:00 Uhr

Seit wann haben Sozialdemokraten Ahnung von Wirtschaft. Sie haben sogar die Felder aufgegeben wo sie mal Kompetent waren. Die werden nun von der LinksPartei besetzt. Unter Schröder der die DDR an die Russen verkaufen wollte, wäre
jetzt die kleine BRD etwas größer als Griechenland und mit 16 Millionen Migranten ebenfalls vor dem Euro Ausschluss.
Sozialdemokratie in Deutschland heist Werte verkaufen und
nicht neue Werte erschaffen. Punkt aus!

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