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30.10.2011

15:05 Uhr

Appell an G20

Barroso und Van Rompuy für Transaktionssteuer

Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy haben sich energisch für eine weltweit geltende Transaktionssteuer ausgesprochen: „Es muss mehr getan werden auf globaler Ebene.“

Herman Van Rompuy (links) und José Manuel Barroso fordern eine weltweite Finanztransaktionssteuer. dapd

Herman Van Rompuy (links) und José Manuel Barroso fordern eine weltweite Finanztransaktionssteuer.

BrüsselFührende EU-Politiker verlangen von den G20-Ländern weitreichende Reformen des Finanzsektors. Die großen Industrie- und Schwellenländer sollten die Kontrolle über die Finanzmärkte verschärfen, den Banken mehr Eigenkapital vorschreiben und riskante Finanzgeschäfte im außerbörslichen Handel besser überwachen.

Das schrieben EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy in einem am Sonntag veröffentlichten Brief an die G20-Staats- und Regierungschefs. Diese treffen sich am 3. und vier November in Cannes.

Barroso und Van Rompuy fordern zudem die weltweite Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Diese Idee sollte von den G20 „sondiert und weiterentwickelt“ werden. Auf EU-Ebene liegt dazu bereits ein Vorschlag vor, allerdings ist die Steuer unter den 27 EU-Staaten umstritten. Ökonomen halten die Steuer nur dann für sinnvoll, wenn sie weltweit eingeführt wird.

Zur Eindämmung der Schuldenkrise hatte in der vergangenen Woche der Euro-Gipfel einen Schuldenschnitt für Griechenland von 50 Prozent sowie eine effektivere Nutzung des Krisenfonds EFSF beschlossen. „Dieses Paket ist der Beitrag der EU zu Cannes“, schrieben Barroso und Van Rompuy. „Aber es muss mehr getan werden auf globaler Ebene.“

So müssten die seit langem drängenden Probleme bei den weltweiten Wechselkursen angegangen werden. Dabei beziehen sich die EU-Spitzen indirekt auf den chinesischen Yuan und schreiben, es gehe auch um „unterbewertete Währungen in den wichtigsten Wachstumsländern mit Überschuss“.

Die USA und Europa werfen China seit längerem vor, den Yuan niedrig zu halten und sich dadurch unfaire Handelsvorteile zu verschaffen. Barroso und Van Rompuy fordern zudem, der Internationale Währungsfonds IWF solle eine größere Rolle spielen, um das globale Währungssystem stabil zu halten und Wachstum anzukurbeln.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Mazi

30.10.2011, 16:05 Uhr

Wissen EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy überhaupt über was sie schreiben?

Es besteht der Eindruck, dass sich deren Wissen dort endet wo ihnen bekannt ist, dass das Geld in die Kasse bringt. Andererseits liegt es aber auch nahe, dass sie mit dem Beitrag hintelegen wollen, dass sie noch leben. Geistreiches ist mir von den Herren noch nicht aufgefallen. Vielleicht habe ich es auch überlesen. Dann ziehe ich den Kommentar wieder zurück.

Account gelöscht!

30.10.2011, 16:12 Uhr

Herr Rompuy wirkt wie ein eben gelandeter Mars-Mensch und genauso entfremdent agiert er auch. Zusammen mit Barroso werden sozialistische Aktionen durchgeprügelt, die den Engländern und den USA vor den Kopf stossen.

Aber gerade UK und USA gegenüber sollte sich die EU NICHT profilieren, das ist ein großer Fehler. DIe Brüssler Eurokraten sind vollkommen abgehoben und riskieren die Aufkündigung des westlichen Bündnisses.

Warum sind diese EUZ-Volltrottel so unberechenbar und so beknackt geworden ?? FINDE ICH SEHR SELTSAM. Hab ich kein gutes Gefühl bei !!!!!

klar_sehen

30.10.2011, 16:54 Uhr

Der Sozialist Barroso, der früher Mitglied einer maoistischen (!) Partei war, will uns also sagen, was gut für uns ist! Eine Steuer, von der die EU-Komission selbst (!) schreibt, daß sie mehr Wohlstand vernichtet, als sie Einnahmen generiert. Na dann gute Nacht Euro-Land (der Rest der Welt scheint ja vernünftig genug zu sein, die Finger von solchem Unsinn zu lassen.)

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