Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2011

20:32 Uhr

Appelle an Mubarak

Die Welt starrt gebannt auf ein Land am Scheideweg

Egal ob Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Präsident Barack Obama, die Liste Politiker ist lang, die gebannt auf die Geschehnisse in Ägypten starrt. Und überall ist der Tenor der gleiche: Keine Gewalt gegen friedliche Demonstranten. Ägyptens Staatschef Husni Mubarak ist zunehmend isoliert.

US-Außenministerin Hillary Clinton. dpa

US-Außenministerin Hillary Clinton.

HB DAVOS. Angesichts der gewaltsamen Proteste in Ägypten haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die ägyptische Regierung aufgefordert, friedliche Demonstrationen zuzulassen. Die Stabilität Ägyptens sei äußerst wichtig, aber nicht auf Kosten der freien Meinungsäußerung, sagte Merkel am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Dort äußerte sich auch Ban über die Lage in Ägypten. Eines der Grundprinzipien der Demokratie sollte es sein, die freie Meinungsäußerung der Bevölkerung zu schützen, erklärte er vor Journalisten. Die politischen Führer im Nahen Osten sollten die Proteste als eine Chance begreifen, auf die „berechtigten Bedenken“ der Menschen einzugehen. Außerdem rief er die Sicherheitsbehörden auf, keine Gewalt gegen die Demonstranten anzuwenden.

Au

ch US-Außenministerin Hillary Clinton hat die ägyptischen Behörden aufgefordert, die Rechte der ägyptischen Bürger zu respektieren. Sie rief am Freitag sowohl die ägyptische Regierung als auch die Demonstranten zur Ruhe auf. Die Regierung müsse jeglichen Vorwürfen der Brutalität durch Sicherheitskräfte gegen Demonstranten nachgehen, forderte Clinton. Die Behörden rief sie auf, den Zugang zum Internet wieder zu ermöglichen.

„Wir sind sehr besorgt über den Einsatz von Gewalt durch ägyptische Polizisten und Sicherheitskräfte gegen Demonstranten und rufen die ägyptische Regierung auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Sicherheitskräfte zurückzuhalten“, sagte Clinton. Sie appellierte auch an die Demonstranten, sich friedlich zu verhalten.

US-Präsident Barack Obama hat indes in Reaktion auf die Unruhen in Ägypten sein nationales Sicherheitsteam zu einer Sondersitzung einberufen. An dem Treffen nahmen am Freitag unter anderem Vize-Präsident Joe Biden und Obamas Nationaler Sicherheitsberater Tom Donilon teil. Nach Angaben von Regierungsberatern waren im Laufe des Tages weitere Sitzungen geplant. Zuvor hatten sich Berater des Präsidenten besorgt über die gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten in Ägypten geäußert

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×