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22.02.2014

15:54 Uhr

Arabischer Frühling

Ägyptische Polizisten von Tötungsanklage freigesprochen

Während des arabischen Frühlings starben etliche Ägypter bei Zusammenstößen mit der Polizei. Nach dem Sturz des Mubarak-Regimes wurden die Sicherheitskräfte unter Anklage gestellt. Doch kaum einer wird verurteilt.

Ägyptische Sicherheitskräfte gingen mit massiver Gewalt gegen Demonstranten in Kairo vor drei Jahren vor. Viele kamen dabei ums Leben. Doch verurteilt wurde bisher kaum ein Polizist. Reuters

Ägyptische Sicherheitskräfte gingen mit massiver Gewalt gegen Demonstranten in Kairo vor drei Jahren vor. Viele kamen dabei ums Leben. Doch verurteilt wurde bisher kaum ein Polizist.

KairoEin Gericht in Kairo hat sechs hochrangige Polizeioffiziere freigesprochen, denen die Anklage die Tötung von 83 Demonstranten bei der Anti-Mubarak-Revolte 2011 zur Last legte. Unter den am Samstag freigesprochenen Spitzenbeamten war auch der damalige Sicherheitschef der Polizei von Alexandria, Mohammed Ibrahim.

Das Urteil fügt sich in eine Serie von Gerichtsentscheiden, in denen reihenweise Polizisten freigesprochen wurden, die wegen der Anwendung unverhältnismäßiger und tödlicher Gewalt im Januar und Februar 2011 angeklagt waren.

Bei den Massenprotesten im Zuge des arabischen Frühlings, die im Februar 2011 zum Sturz des Langzeitpräsidenten Husni Mubarak führten, waren landesweit mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer der Polizeigewalt hatte es in der Hauptstadt Kairo gegeben. Doch auch in Alexandria, der zweitgrößten Stadt des Landes, hatten die Sicherheitskräfte schwere Zusammenstöße provoziert.

Von

dpa

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