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27.03.2012

02:31 Uhr

Arabischer Frühling

Ein Fünftel mehr Asylanträge weltweit

Deutschland gehörte im vergangenen Jahr zu den beliebtesten Ländern für Einwanderer. Die Zahl der Bewerbungen ist weltweit sprunghaft angestiegen. Aus den arabischen Ländern kamen bis 180 Prozent mehr Anträge.

Hier im Tahrir Square hat vor gut einem Jahr der Arabische Frühling begonnen - und als Nebenprodukt eine wahre Welle von Asylanträgen. Reuters

Hier im Tahrir Square hat vor gut einem Jahr der Arabische Frühling begonnen - und als Nebenprodukt eine wahre Welle von Asylanträgen.

GenfDie Zahl der Asylbewerber in den Industrieländern ist im vergangenen Jahr nach UN-Angaben um 20 Prozent gestiegen. Insgesamt gab es 2011 in 44 Ländern rund 441.300 Asylanträge, im Vorjahr waren es lediglich 368.000, wie das UN-Flüchtlingskommissariant am Dienstag in Genf mitteilte.
Grund für den hohen Anstieg seien vor allem die Auswirkungen des Arabischen Frühling, hieß es. Die Zahl der Asylbewerber aus Tunesien stieg den Angaben zufolge von 900 im Jahr 2010 auf 7900 Anträge im Folgejahr. Libyer stellten 2011 insgesamt 3800 Anträge und damit fünf Mal so viele wie im Vorjahr.

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Daneben gab es 8400 Asylanträge von Menschen aus Syrien, was einen Anstieg um 68 Prozent entspricht. In Folge des blutigen Machtkampfes in der Elfenbeinküste stieg auch die Zahl der Anträge aus dem westafrikanischen Land um 180 Prozent auf 5200 an. „Die hohe Zahl der Asylanträge zeigt deutlich, dass 2011 ein Jahr großer Schwierigkeiten für sehr viele Menschen war“, sagte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres.

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Trotz des hohen Anstiegs von Flüchtlingen aus arabischen Ländern kamen die meisten Asylanträge nach UN-Angaben aus Afghanistan (mehr als 35.000). 24.400 Asylanträge kamen aus China, gefolgt vom Irak mit 23.500 Anträgen.
Auf Platz eins der beliebtesten Länder für Einwanderer listete die UNO 2011 weiterhin die USA, wo 74.000 Anträge gestellt wurden, gefolgt von Frankreich mit 51.900 und Deutschland mit 45.700 Anträgen.

Von

afp

Kommentare (7)

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maui

27.03.2012, 05:04 Uhr

Die Terroristen rücken aus, sie unterwandern andere Gesellschaften, spüren am System verzweifelte in Kneipen, an Bars oder am Spielplatz, möglicherweise auch eleganter im Theater oder der Vernissage auf. Binden sie für ihre Interessen ein, denn die Menschen aus Kneipe, Bar, Sozialamt etc sind im Heer der Chancenlosen.

walter1981

27.03.2012, 06:08 Uhr

Ja das ist doch wieder schoen zu hoeren das es mehr asylantraege gibt dann koennen die steuerzahler wieder mehr
bezahlen.
Ist doch toll
Es lebe der sozialstaat

Account gelöscht!

27.03.2012, 07:06 Uhr

"Arabischer Frühling"
Nennen dieses Ereignis nur die , die damit nichts zu tun haben ,satte Europäer , uninteressierte Amerikaner und Parteiliche Russen .
Für die , die täglich mit diesem "Frühling"zu tun haben ist es der reinste graus !
Oder wer glaubt ernsthaft die Islamische Knebelung der Frauen hätte was mit Frühling(Freiheit) zu tun ?

Klar dass eine Flüchtlingswelle zu verzeichnen ist !!!
Das eigentliche Problem ist nicht der Frühling sondern der Islamische !

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