Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.04.2013

00:20 Uhr

Arbeitslosigkeit

Gewalttätige Zusammenstöße bei Protesten in Spanien

In Madrid griff die Polizei mit einiger Härte in eine Demonstration ein, die gewalttätig wurde. Rund 1000 Menschen waren auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren.

Die Wut von jungen Spaniern, hier bei einer Demonstration in Barcelona, kennt keine Grenzen mehr. dpa

Die Wut von jungen Spaniern, hier bei einer Demonstration in Barcelona, kennt keine Grenzen mehr.

MadridBei Protesten gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung ist es in Madrid zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten, wurden dabei am Donnerstagabend 15 Menschen festgenommen. Zahlreiche der rund 1000 Demonstranten hätten in der Nähe des Parlaments Absperrgitter umgestoßen und die Beamten mit Steinen, Böllern, Flaschen und anderen Objekten beworfen, hieß es. Dabei seien mindestens 14 Angehörige des Sondereinsatzkommandos der Polizei verletzt worden.

Weitgehend unbekannte Gruppen hatten über die Sozialen Netzwerke dazu aufgerufen, das Parlament bis zum Sturz der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy zu „belagern“. Daraufhin hatte die Polizei mit einem großen Aufgebot von gut 1400 Sicherheitskräften rund um das Parlamentsgebäude Stellung bezogen. Mehrere Straßen wurden abgesperrt, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

27,2 Prozent: Rekord-Arbeitslosigkeit schockiert Spanien

27,2 Prozent

Rekord-Arbeitslosigkeit schockiert Spanien

Das Drama der Arbeitslosigkeit in Spanien wird immer schlimmer. Nach der Bekanntgabe der neuesten Zahlen gab es am Donnerstag viel Kritik – vor allem an der Regierung Rajoy. Auch in Brüssel läuteten die Alarmglocken.

Zuvor hatte die spanische Statistikbehörde bekanntgegeben, dass die Arbeitslosenquote im Land noch einmal angestiegen ist. Demnach lag die Quote in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 27,16 Prozent. Sechs Millionen Menschen sind in Spanien ohne Arbeit. Am Donnerstag will die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy einen neuen Plan zur Konjunkturbelebung vorstellen. Rajoys Regierung versuchte bisher mit einer rigiden Sparpolitik, die Finanzkrise zu beenden. Gegen diesen Kurs gab es wiederholt Großdemonstrationen.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rechner

26.04.2013, 01:19 Uhr

O-Ton Handelsblatt
------------------------
Gewalttätige Zusammenstöße bei Protesten in Spanien
------------------------

Eintausend Chaoten machen Randale.

Wie aufregend!

Wie relevant!

Gibt's doch in Kreuzberg besser und größer jedes Jahr.

Ist schon Saure-Gurken-Zeit?

na_sowas

26.04.2013, 05:10 Uhr

Shame over you!

Sehen Sie meinen Beitrag unter

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bei-abruecken-von-eu-sparkurs-dann-wuerde-das-elend-nur-von-neuem-beginnen/v_detail_tab_comments/8120006.html?pageNumber=7&commentSort=debate

alternativlos-gibts-nicht

26.04.2013, 09:27 Uhr


Monat für Monat neue Zahlen- und Bilddokumente der Schande und des Scheiterns einer vollkommen verantwortungslosen Sparpolitik: nominal 6,2 Millionen Arbeitslose gab ja auch schon mal in Deutschland - im Winter 1931/32 (Quote einst rd. 32 %)...

Die aktuellen (offiziellen) Arbeitslosenquoten für die Balearen: 28,6 %, für Castilla-La Mancha 31,5 % und für Andalusien gar 36,9 %…

http://uhupardo.wordpress.com/2013/04/25/erstmals-mehr-als-6-millionen-arbeitslose-2-mio-haushalte-ohne-jedes-einkommen

http://spanienleben.blogspot.com.es/2013/04/spaniens-jugend-und-das-groe-drama-ist.html#!/2013/04/spaniens-jugend-und-das-groe-drama-ist.html

Wann wird auch auf der iberischen Halbinsel der berüchtigte “tipping point” erreicht sein – so wie ihn einst die Selbstverbrennung des vollkommen verarmten Bauern Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 im tunesischen Sidi Bouzid markiert hat…?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×