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31.08.2012

02:37 Uhr

Arbeitslosigkeit

UN-Organisation warnt vor Grexit

Wie würde sich ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone auf den Arbeitsmarkt auswirken? Die UN-Arbeitsorganisation ILO sagt für diesen Fall einen dramatischen Anstieg voraus - auch in Deutschland.

Die ILO rechnet im Falle eines Grexit mit steigender Arbeitslosigkeit. dpa

Die ILO rechnet im Falle eines Grexit mit steigender Arbeitslosigkeit.

BerlinDie Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) hat vor einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit gewarnt, falls Griechenland aus der Euro-Zone austreten sollte. Sie würde sich in Deutschland 2015 auf 9 Prozent erhöhen und über Jahre auf diesen hohen Niveau verharren, prophezeite der ILO-Volkswirt Ekkehard Ernst in der „Süddeutschen Zeitung“.

Im August lag sie bei 6,8 Prozent. Im Durchschnitt der 17 Euro-Staaten würde sie von 10 Prozent Ende vergangenen Jahres auf 13 Prozent steigen, sagte Ernst.

Nach den Berechnungen des ILO-Experten würde ein griechischer Ausstieg aus der Euro-Zone besonders dramatische Konsequenzen für die ohnehin schon von der Krise geschüttelten Länder Spanien und Portugal mit sich bringen. So prognostizierte Ernst für diesen Fall in Spanien 2014 eine Arbeitslosenquote von 27,7 Prozent und eine Jugendarbeitslosigkeit von 51,3 Prozent.

Weit größer wären nach den ILO-Berechnungen die Auswirkungen eines vollständigen Auseinanderbrechens der Euro-Zone. Nach der Prognose der Arbeitsorganisation würde die Arbeitslosenquote in Deutschland 2014 dann sogar auf 11,3 Prozent steigen. Frankreich müsste annähernd 17 Prozent Arbeitslosigkeit ertragen, Spanien sogar einen Wert von 36,9 Prozent.

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Von

dpa

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

31.08.2012, 03:11 Uhr

Immer noch bessere Aussichten als uns bevorstehen wenn wir den EURO mit den jetzigen sinnlos Maßnahmen erhalten.

Aber es gibt Alternativen - ohne Verelendung, ohne Crash und ohne Krieg...
www(dot)wissensmanufaktur(dot)net/plan-b

Selbst eine Alternative wie Island es uns vorgemacht, hat durchaus positive Effekte auf die Wirtschaftslage - vor allem würden 90% der Bevölkerung davon profitieren.


Rechner

31.08.2012, 04:43 Uhr

Berechnungen der ILO?

Es darf gelacht werden.

Die möglichen Szenarien eines Griechenland-rausschmisses sind vielfältig und so planbar wie die Bruchlinien in einem Keks.

Ich könnte mir auch eine Rally an den Märkten vorstellen. Denn objektiv wird die Eurozone ja gestärkt, wenn der dauernde Mittelabfluß nach Griechenland aufhört.

Ich werde an dem Tag, an dem Griechenland der Geldhahn zugedreht wird, meine Euro Longpositionen jedenfalls verdoppeln.

nanoflo

31.08.2012, 05:56 Uhr

Wenn uns die "Krise" eines gelehrt hat dann das:
Traue keinem Experten!
Keiner kann diese Entwicklung vorhersagen!
Nur das es eine Inflation kommen wird wenn die Südländer (Geld total unnötigerweise drucken lassen ohne selbst einen Gegenwert zu erschaffen)
Geldmenge!

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