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27.01.2015

09:23 Uhr

Arbeitsmarkt in China

Regierung will zehn Millionen Jobs schaffen

Obwohl die Wirtschaft langsamer wächst als angenommen, will China in diesem Jahr zehn Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Die Regierung fürchtet sonst eine soziale Instabilität.

Stresstests zufolge bestehe die Möglichkeit einer hohen Arbeitslosigkeit in China. Die Regierung will vorbeugen. dpa

Stresstests zufolge bestehe die Möglichkeit einer hohen Arbeitslosigkeit in China. Die Regierung will vorbeugen.

PekingChina will trotz des langsameren Wirtschaftswachstums in diesem Jahr mindestens zehn Millionen neue Stellen schaffen. Stresstests zufolge bestehe die Möglichkeit einer hohen Arbeitslosigkeit, sagte Ministerpräsident Li Keqiang nach einem Bericht der Zeitung „China Daily“ (Dienstagausgabe).

Dies könne zu sozialer Instabilität führen, sollte die Konjunktur sich zu schnell abkühlen, sagte Li dem Bericht zufolge am Montag bei einem Treffen mit Unternehmern und Wirtschaftsexperten.

Im vergangenen Jahr wurden in China 13 Millionen neue Jobs geschaffen. Zugleich wuchs die Wirtschaft 2014 wegen schwächelnder Exporte und eines abflauenden Immobilienbooms so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr. Eine niedrige Arbeitslosenquote hat für die Führung in Peking oberste Priorität, denn sie ist eine wesentliche Bedingung für die innere Stabilität der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Doch die Gewinne der großen chinesischen Industrieunternehmen sprudeln nicht mehr so kräftig. Sie zogen 2014 um durchschnittlich 3,3 Prozent an, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. In den beiden Jahren davor waren die Profite noch um 12,2 und 5,3 Prozent gewachsen.

Chinesische Großinvestitionen in Ost- und Südosteuropa

Serbien:

Bisher zwei Milliarden Euro zugesagt für Kraftwerke und Autobahnen. Weitere realisierte und geplante Investitionen Pekings sind:

Ungarn und Serbien:

Vertrag zum Neubau der 350 Kilometer langen Eisenbahnstrecke Budapest-Belgrad unterzeichnet. Investition: zwei Milliarden Euro

Bosnien-Herzegowina:

Verhandelt wird über Erweiterung des Kraftwerks in Tuzla für rund 750 Millionen Euro. Neubau des Kraftwerks Stanari für 500 Millionen Euro weit fortgeschritten

Montenegro:

Erste Autobahn in Richtung Norden über 42 Kilometer wird von China gebaut und mit knapp 690 Millionen Euro finanziert.

Mazedonien:

China baut seit Frühjahr 57 Kilometer Autobahn im Westen des Landes für 375 Millionen Euro.

Bulgarien:

Chinesische Fabrik zur Automontage in Lowetsch für knapp 100 Millionen Euro.

Tschechien:

Chinesisches Energieunternehmen CEFC will mit 680 Millionen Euro bei Investmentgruppe J&T einsteigen, die in den Bereichen Energie, Bergbau und Finanzen tätig ist.

Griechenland:

Chinesische COSCO-Reederei hat 60 Prozent des Hafens von Piräus gepachtet.

Rumänien:

Das Land hofft auf Ausbau des Atomkraftwerks Cernavoda durch China.

Im Dezember brachen sie sogar um acht Prozent ein. „Die Industrie sieht sich steigendem Druck ausgesetzt“, sagte der stellvertretende Minister für Industrie und Informationstechnologie, Mao Weiming.

Die Regierung geht davon aus, dass die Unternehmen ihre Produktion in diesem Jahr etwas langsamer steigern werden. Sie rechnet mit einem Plus von acht Prozent nach 8,3 Prozent im vergangenen Jahr. Die Volksrepublik will ihre Industrie umbauen mit dem Ziel, höherwertige Produkte herzustellen. Dafür nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf.

Das Bruttoinlandsprodukt der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war im vergangenen Jahr mit 7,4 Prozent so langsam gestiegen wie seit 1990 nicht mehr. Damals litt die Konjunktur unter den westlichen Sanktionen, die nach der Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhängt wurden.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Tom Schmidt

27.01.2015, 10:25 Uhr

Die Rhetorik ist wirklich lustig! Die sind hoch nervös!

Allein folgende Formulierung bringt einen zum Grölen:

"Die Volksrepublik will ihre Industrie umbauen mit dem Ziel, höherwertige Produkte herzustellen. Dafür nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf."

Vollkommener sinnfreier Inhalt (aus westlicher Sicht), vielleicht ist die fernöstliche Interpretation: die Regierung strengt sich an, alles wird gut, Bürger klage nicht.

Trotzdem finde ich es äusserst bedenklich, dass die Wirtschaftspresse der letzten chinesischen Meldung, die ein Exportwachstum in die EU von 8% ausgewiesen hat, niemand nachgeht. Entweder die Chinesen lügen völlig oder unser Herr Draghi hat sein ganzes Ankaufprogramm völlig umsonst gemacht, weil ja irgendwo in der EU die Wirtschaft boomen muss (oder sind die ganzen chinesischen Waren auf dem Schiff versehentlich ins Meer gefallen?)

Account gelöscht!

27.01.2015, 18:08 Uhr

Obwohl die Wirtschaft langsamer wächst als angenommen, will China in diesem Jahr zehn Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.

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CHINA braucht sich keine Sorgen zu machen...

die " EU " kauft wieder Ein Drittel mehr in CHINA ein,

als CHINA bei der EU !!!

Und damit rettet die EU sogar den vollen Verfall der Chinesische Banken...

die eine Neue Finanzkrise verschleppen !!!!!!!!!!!!!!!!!!







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