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28.12.2011

03:17 Uhr

Argentinien

Präsidentin Kirchner an Krebs erkrankt

Bei der argentinischen Staatschefin Cristina Kirchner ist ein Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden. Sie soll am 4. Januar operiert werden. Kirchner werde nach der Operation bis zum 24. Januar eine Ruhepause einlegen.

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez Kirchner. dpa

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez Kirchner.

Buenos AiresDie argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ist an Schilddrüsenhormon ohne Metastasen erkrankt und wird operiert. Wie Präsidialamtssprecher Alfredo Scoccimarro am Dienstag mitteilte, wurde bei einer Routineuntersuchung am 22. Dezember auf dem rechten Lappen der Schilddrüse ein Karzinom entdeckt. Die Lymphdrüsen seien nicht betroffen.

Ein chirurgischer Eingriff ist demnach für den 4. Januar vorgesehen. Kirchner müsse 72 Stunden im Krankenhaus bleiben und anschließend eine 20-tägige Genesungsphase einhalten. Vizepräsident Amado Boudou werde sie deshalb bis zum 24. Januar vertreten.

Die 58-jährige Kirchner war vor knapp drei Wochen für eine zweite vierjährige Amtszeit vereidigt worden. Bei der Präsidentschaftswahl im Oktober hatte sie gleich im ersten Durchgang mehr als 54 Prozent der Stimmen erzielt und wurde damit direkt gewählt.

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Ihr Vorgänger und Ehemann Néstor Kirchner war im Oktober 2010 an einem Herzinfarkt gestorben. Sowohl Venezuelas Präsident Hugo Chávez als auch sein paraguayischer Amtskollege Fernando Lugo befinden sich in Behandlung wegen Krebserkrankungen. Auch der ehemalige Staatschef Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, hat Kehlkopfkrebs. Bei seiner Nachfolgerin Dilma Rousseff war 2009 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden. Sie konnte die Krankheit noch vor ihrer Wahl zur Staatschefin erfolgreich bekämpfen.

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