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25.03.2016

03:09 Uhr

Argentinien

Zehntausende demonstrieren am Jahrestag von Militärputsch

Zehntausende haben sich in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires versammelt, um anlässlich des 40. Jahrestags ihren Widerstand gegen die vergangene Militärdiktatur auszudrücken. Kritik richtete sich auch an die USA.

Demonstranten halten Fotos von Opfern in die Luft: Um ihren Widerstand gegen Diktaturen zu verdeutlichen, sind in Buones Aires Zehntausende auf die Straße gegangen. AP

40. Jahrestags der Machtübernahme der letzten Militärdiktatur

Demonstranten halten Fotos von Opfern in die Luft: Um ihren Widerstand gegen Diktaturen zu verdeutlichen, sind in Buones Aires Zehntausende auf die Straße gegangen.

Buenos AiresUnter dem Motto „Nie wieder!“ haben mehrere Zehntausend Menschen in Argentinien anlässlich des 40. Jahrestags der Machtübernahme der letzten Militärdiktatur (1976-83) demonstriert. Menschenrechtsorganisationen sowie linke und peronistische Gruppierungen hatten zu der zentralen Kundgebung am Donnerstag auf dem Maiplatz vor dem Regierungssitz in Buenos Aires aufgerufen.

Gemeinsam forderten die Organisationen eine vollständige Aufklärung der Verbrechen der Militärregierung, einschließlich der Beteiligung von Zivilpersonen. Die Menschenrechtler begrüßten die von US-Präsident Barack Obama angekündigte Freigabe von Geheimdokumenten über die Militärdiktatur. Die USA sollten aber auch heute andernorts wie im Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba auf Menschenrechte achten, hieß es.

Obama hatte bei seinem Argentinien-Besuch am Donnerstagmorgen mit seinem Amtskollegen Mauricio Macri an einer Ehrung der Opfer der Militärdiktatur auf der Gedenkstätte „Parque de la Memoria“ in Buenos Aires teilgenommen. Anschließend war er vor der Rückreise in die USA zu einer kurzen Ruhepause mit seiner Familie ins 1400 Kilometer entfernte Bariloche in Patagonien geflogen. Auch Macri flog in den weiten Süden des Landes.

Während der Militärdiktatur sind nach Schätzung der Menschenrechtsorganisationen bis zu 30 000 Menschen verschleppt und ermordet worden.

Von

dpa

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