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26.05.2012

11:29 Uhr

Armee-Angriff

Opposition berichtet von neuem Massaker in Syrien

Bei einem verheerenden Angriff der syrischen Armee sind mindestens siebzig Menschen getötet worden, darunter auch Kinder. Die Opposition spricht von über hundert Toten und fordert von der UN Sofortmaßnahmen.

Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt

Video: Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt

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Beirut/Damaskus/New YorkUngeachtet der Präsenz von UN-Blauhelmen geht das Blutvergießen in Syrien offensichtlich weiter. Wie die Oppositionsgruppe Syrian Observatory for Human Rights im Internet schrieb, kamen allein bei einem „Massaker“ der syrischen Streitkräfte in Al-Hula in der Provinz Homs mehr als 110 Menschen ums Leben. Darunter seien 13 Kinder. Mindestens 300 Menschen seien verletzt worden, viele von ihnen schwer. Wie die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte, habe eine Massenflucht von Überlebenden aus Al-Hula ins Landesinnere eingesetzt. Die Nachrichten konnten wegen der Medienblockade des Regimes nicht überprüft werden. Der oppositionelle Syrische Nationalrat forderte die Einberufung des UN-Sicherheitsrates, um die Verantwortlichen für angebliche Massaker festzustellen.

Zudem hätten bei anderen Gewalttaten wenigstens 21 Menschen ihr Leben verloren. In der Provinz Hama etwa starben 14 Menschen durch Gewalt von Regierungstruppen, berichten Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad.

Syrische Truppen schossen am Freitag in der nördlichen Großstadt Aleppo mit scharfer Munition auf friedliche Demonstranten. Mindestens ein Kundgebungsteilnehmer starb, zahlreiche weitere wurden verletzt, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. In Aleppo sollen Zehntausende auf die Straße gegangen sein.

Homs, die Rebellenhochburg, in einem Bild, die die Opposition der Presse zur Verfügung gestellt hat. AFP

Homs, die Rebellenhochburg, in einem Bild, die die Opposition der Presse zur Verfügung gestellt hat.

UN-Chef Ban Ki Moon warf der syrischen Armee in einem Brief an den Sicherheitsrat vor, den Einsatz schwerer Waffen in vielen Gegenden des Landes noch immer nicht eingestellt zu haben. Bei der Umsetzung des Friedensplanes gebe es lediglich „kleine Fortschritte in einigen Punkten“. Das Land werde weiter von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen beherrscht.

Ban Ki Moon sprach von einem „inakzeptablen Ausmaß von Gewalt und Misshandlungen“ der syrischen Regierung. Der Regierung von Präsiden Baschar Assad warf er in einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat vor, weiter schwere Waffen einzusetzen und bezeichnete die schweren Menschenrechtsverletzungen durch Regierungstruppen und regierungsnahe Milizen als Folge des verschärften Vorgehens gegen Regierungsgegner.

Die Kämpfer der syrischen Opposition kontrollieren nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon inzwischen erhebliche Teile syrischer Städte. Die betroffenen Stadtteile stünden unter einer „De-Facto-Kontrolle“ durch Mitglieder der Opposition, erklärte Ban in einem neuen Bericht an den UN-Sicherheitsrat, der der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Die in Syrien stationierten UN-Beobachter hätten zudem von „erheblichen Zerstörungen“ in zahlreichen Städten berichtet.

Dem Bericht zufolge herrscht in dem arabischen Land insgesamt „eine Atmosphäre der Anspannung, des Misstrauens und der Angst“. Die anhaltende Krise sei von „Gewalt, sich verschlechternden humanitären Bedingungen, Menschenrechtsverletzungen und anhaltender politischer Konfrontation“ geprägt. Der UN-Sicherheitsrat will in der kommenden Woche über den Bericht beraten.

Kommentare (8)

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Ben

26.05.2012, 08:30 Uhr

Söldner im Auftrag der USA/UK Polit-Marionetten.....
Und die korrupte und verlogene UN ebnet den Weg für einen Militärischen Eingriff....

Account gelöscht!

26.05.2012, 09:01 Uhr

So ist es. Schliesslich ist es von strategischer Bedeutung, dass Syrien zuerst fallen muss (Regime Change), bevor das eigentliche Ziel, der Iran angegriffen werden kann.

Ein wirklich tapferer US-4-Sterne-General, so Wesley Clark, hatte bereits in mehreren Interviews bestätigt, dass mit dem 9/11 Vorfall im Jahr 2001!! alles in den Strategiepapers (Bsp. Project for a new American Century, oder auch The Grand Chessboard..) der USA bereit lag. O-Ton Clark: "Had there been no oil there (in the middle east), it would be like Africa (nobody is threatening to interven Africa)"..

Account gelöscht!

26.05.2012, 10:10 Uhr

gott sei dank gibt es viele aufgeklärte menschen auf dem planeten :-) in anderen ländern noch viel mehr als bei uns. wenn man menschen in afghanistan fragt gegen wen wir krieg führen dann sagen die gegen uns afhganen. nicht der quatsch der uns erzählt wird.

die quellen für dieses "angebliche massaker" das "offenbar" stattgefunden hat sind alles andere als glaubwürdig.

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