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26.07.2011

13:43 Uhr

Armut in Nordkorea

Südkorea lässt Hilfslieferung zu

Nach einen nordkoreanischen Angriff hatte der Südkorea alle Hilfslieferungen unterbunden. Jetzt gelangten erstmals wieder Lebensmittel-Hilfen in den armen Norden.

Landwirtschaft in Nordkorea. Quelle: dapd

Landwirtschaft in Nordkorea.

SeoulDie Regierung in Seoul lässt erstmals seit dem Beschuss einer südkoreanischen Insel durch Nordkorea im November wieder Hilfslieferungen mit Mehl an das Nachbarland zu. Private Organisationen aus Südkorea lieferten am Dienstag nach Rundfunkberichten per Lastwagen 300 Tonnen Weizenmehl über die schwer bewachte Landesgrenze in die nordkoreanische Stadt Kaesong. Das Mehl soll von dort aus an Kindertagesstätten, Kindergärten und Kinderkliniken in der Provinzhauptstadt Sariwon verteilt werden.

Südkorea erlaubt bereits seit März dieses Jahres wieder vereinzelt humanitäre Hilfe, darunter Arzneien und Sojamilch, für das hochgerüstete, aber verarmte Nachbarland. Jedoch gehörte Mehl nicht dazu. Seoul befürchtete, dass entsprechende Lieferungen zur Ernährung von Soldaten des kommunistischen Landes umgeleitet werden könnte.

Die Hilfsgruppen, darunter der Koreanische Rat für Aussöhnung und Zusammenarbeit, hatten erklärt, bis Ende August 2500 Tonnen Mehl nach Nordkorea senden zu wollen. Beobachter sollen die Verteilung möglichst überwachen. Nach Einschätzung des Welternährungsprogramms (WFP) sind in Nordkorea, in dem eine chronische Nahrungsmittelknappheit herrscht, mehr als sechs Millionen Menschen auf dringende Hilfe angewiesen.

Die Spannungen zwischen beiden Staaten hatten sich durch den Inselangriff deutlich verschärft. Vier Südkoreaner waren bei dem Beschuss durch die nordkoreanische Küstenartillerie getötet worden. Südkorea hatte danach alle Hilfslieferung an den Norden gestoppt.

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