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07.02.2017

12:50 Uhr

Asia Business Insights

Asien statt Amerika

VonThomas Schmelzer

Während Präsident Trump die USA abschottet, wächst in Asien der größte Markt der Welt heran. Auf der Handelsblatt-Tagung Asia Business Insights fordern Topmanager mehr Zusammenarbeit – und nennen drei Erfolgsfaktoren.

Asia Business Insights

„Wir sollten China als Partner verstehen“

Asia Business Insights: „Wir sollten China als Partner verstehen“

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DüsseldorfEs sind Worte der Hoffnung, die Stuart Gulliver an diesem trüben Dienstagmorgen mit nach Düsseldorf gebracht hat. Der Chef der britisch-asiatischen Großbank HSBC steht im Foyer des Hyatt Regency Hotels und redet gegen die gedämpfte Stimmung der Weltwirtschaft an. Gegen den Protektionismus eines Donald Trump. Gegen die Gefahren in Europa.

Auf der Jahrestagung der deutsch-asiatischen Wirtschaft von Handelsblatt und HSBC hören Gulliver Hunderte Unternehmer, Berater und Asien-Experten zu. Gulliver setzt an. Zunächst die Analyse: Ja, Amerika ziehe sich aus dem Welthandel zurück. Ja, es drohe ein Rückfall in einzelne Handelsblöcke: Europa, Asien, Amerika. Aber in dieser Entwicklung liege auch eine Möglichkeit, eine Chance.

Die Chance ist Asien. Europa müsse sich stärker dorthin ausrichten, sagt Gulliver. In Asien seien die Wachstumsmärkte. Dort liege das Potential. Eine Alternative zu Amerika. „Ich glaube noch immer, dass China keine harte Landung erleben wird“, sagt Gulliver. Natürlich könne das ungebremste Wachstum der vergangenen Jahre auch in Asien nicht immer weitergehen. Auf lange Frist gesehen aber liege der größte Markt der Welt in Asien. Dort seien die Menschen jung, begierig nach Gütern. Und: Auch China habe mittlerweile verstanden, dass es ohne offene Märkte kaum überleben könne.

Als Beleg führt Gulliver das Projekt One Belt, One Road an. Ein gigantisches Infrastrukturprogramm, Hunderte Milliarden Dollar schwer, das China seit 2013 vorantreibt. Eine Art neue Seidenstraße, mit der die chinesische Führung das Land mit Europa verbinden will. „Das ist eine chinesische Initiative“, sagt Gulliver. Aber für das Gelingen müsse auch Europa mitziehen.

Asien sei keine Grenze, die man überschreiten müsse, sondern ein Partner, sagt Gulliver. „Ausländische Marken, die sich als Erste in Asien etablieren, haben riesige Chancen.“ Noch seien die Menschen dort skeptisch gegenüber den heimischen Produkten. Ein riesiger Vorteil für Marken aus Europa oder Amerika. Mit der richtigen Strategie, sagt Gulliver, sei trotz vieler Herausforderungen enormes Wachstum drin.

Nach Gulliver tritt Hans van Bylen, der neue Chef von Henkel, ans Pult. Henkel hat seinen Sitz in Düsseldorf, aber mehr als 80 Prozent erwirtschaftet das Familienunternehmen im Ausland. „Asien war schon immer wichtig für uns“, sagt van Bylen. Allein 44 Standorte in China, 70 weitere in Asien habe das Unternehmen. Und in Zukunft werde Asien noch viel wichtiger werden. „Langfristig gibt es keinerlei Zweifel am Wachstum Asiens.“

Für seine Zuhörer hat van Bylen eine Art Gebrauchsanleitung für erfolgreiches Wirtschaften in Asien mitgebracht. Drei Dinge seien wichtig: „Das richtige Team, die Anpassung an die Kunden und eine Idee für die Digitalisierung.“

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

07.02.2017, 13:19 Uhr

Ja so ist das und die Engländer rudern schon nach Asien, nichts wie weg von den EU-Losern.

Frau ke Schludewig

07.02.2017, 13:31 Uhr

"Während Präsident Trump die USA abschottet, wächst in Asien der größte Markt der Welt heran"

Was wollen Sie damit sagen?
Trump hat nie behauptet, dass ehr nichts mehr exportieren wird.
Ganz im Gegenteil.
Produzieren in den USA + Export nach Asien.
Na klingelt's??

Account gelöscht!

07.02.2017, 14:02 Uhr

Wäre mir neu, dass Trump nicht mehr expotieren will. Die Trump USA macht weiterhin Geschäfte mit Asien. Japan und Indien sind von den USA von jeher und erst recht unter Trump mit Geschäften verbunden.
Trump will nur die Produkte/Industrie in den USA herstellen lassen und diese dann aus den USA heraus in die Welt vermarkten anstatt die Produkte in den Billiglohnländern dieser Welt (China usw.) herzustellen. Trump (USA) und May (England) werden die Weltwirtschaft wieder aufmischen. Jetzt aber mehr mit "Made in USA" und "Made in GB" Produkten als unter ihren Vorgängern von Clinton, Obama und EU.
Trump und May bringen ihre Bürger (Gesellschaften) wieder in Brot und Lohn. Das ist das ganze Geheimnis von Trump und May.

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